Nachgefragt: Wird die Landesregierung Maßnahmen zur Unfallvermeidung an der Kreuzung Püttenbeckstraße/Ibbenbürener Straße bei Recke (Kreis Steinfurt) ergreifen?

Der bereits sanierte Teil der Kreuzung wurde nun mit Rüttelstreifen ausgestattet. Ob diese für eine Verbesserung der Situation sorgen, bleibt abzuwarten. Die Experten bewerten dies mit Skepsis.

An der Kreuzung Püttenbeckstraße/Ibbenbürener Straße kommt es immer wieder zu Unfällen. Allein in diesem Jahr bereits mehrere Male. Dabei geschah am 27. Februar sogar ein Unfall mit Schwerverletzten. Die Kreuzung ist ein viel befahrener Knotenpunkt für Autofahrer aus Recke, Ibbenbüren sowie für den Leicht- und Schwerverkehr.

Bisher durchgeführte Maßnahmen zur Entspannung brachten nicht den gewünschten Erfolg. So ist diese Kreuzung wiederkehrend ein Thema der politischen Diskussionen vor Ort. Ein Kreisverkehr soll Abhilfe schaffen und die schwierige Situation entschärfen. Denn Kreisverkehre zeichnen sich statistisch gesehen durch eine höhere Verkehrssicherheit aus. Sie sind übersichtlich und führen zu einer Reduzierung der Geschwindigkeit. Des Weiteren wird der Verkehr nicht gestoppt und mehreren Fahrzeugen ist das zeitgleiche Passieren möglich.

Die sinnvolle Forderung danach verhallt ergebnislos. Laut Vorlage der Verwaltung Recke bestehe nach Aussagen des Landesbetriebs trotz zahlreicher Gespräche kein Handlungsbedarf „aufgrund der registrierten Unfallzahlen“. Denn per Definition ist erst dann von einer „Unfallhäufungsstelle“ die Rede, wenn es zu drei „gleichartigen Unfällen“ innerhalb eines Kalenderjahres kommt. Zwischen Oktober 2018 und April 2019 gab es gleich drei Unfälle. Jedoch lag ein Jahreswechsel dazwischen. Eine solche Definition mutet bürokratisch und zynisch an, wenn sie eine effektive Verkehrssicherheit und -regulierung verhindert. Darüber hinaus werden raumplanerische, technische und finanzielle Gründe angeführt, die einer Realisierung eines Kreisverkehrs an dieser Stelle im Wege stehen.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Wie viele Unfälle gab es in den vergangenen zehn Jahren an der besagten Kreuzung? (Bitte nach Jahr, Unfallart und -schwere)

2. Wie hoch wären die Kosten für Planung und Bau eines Kreisverkehres an dieser Kreuzung?

3. Welche kurzfristigen, alternativen Maßnahmen ergreift die Landesregierung, um Unfälle an dieser Kreuzung zu vermeiden?

4. Wird die Landesregierung den Bau eines Kreisverkehrs ins Landesstraßenbauprogramm aufnehmen?

Hier finden Sie die Antwort der Landesregierung.