Lottes Bürgermeister Rainer Lammers, Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister Michael Müller, Landtagsabgeordneter Frank Sundermann, Betriebsräte Detlef Heller und Carsten Schröer, Jürgen Coße, Manfred Garwels und SPD-Mitglied Middelberg haben über die gute Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Unternehmensführung der Elster GmbH am Lotter Standort gesprochen. Bild: Büro Sundermann/Marina Stalljohann-Schemme

Für Ausbildung stark machen

Ehemaliger Regierender Bürgermeister von Berlin Müller, Sundermann und Coße bei der Elster GmbH

Lotte. Der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin und Bundestagsabgeordnete, Michael Müller (SPD), hat während eines Besuchs im Tecklenburger Land auch Lotte besucht und sich dort mit dem Betriebsrat der Elster GmbH im Honeywell Konzern über die Ausbildungssituation und der Umstellung auf erneuerbare Energien ausgetauscht. Müller war auf Einladung des örtlichen Bundestagsabgeordneten Jürgen Coße, der mit ihm im Auswärtigen Ausschuss sitzt, sowie dem Landtagsabgeordneten im Tecklenburger Land, Frank Sundermann (SPD), und Bürgermeister Rainer Lammers in die Region gekommen. „Wichtig für unseren Standort innerhalb des weltweit agierenden amerikanischen Konzerns Honeywell ist die gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung hier vor Ort“, sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Carsten Schröer. Das Unternehmen produziert Gaszähler und industrielle Befeuerungsanlagen.

 

Ausbildung neuer Mitarbeiter/innen wichtig

Müller hatte sich danach erkundigt, wie der Lotter Standort sich innerhalb des amerikanischen Konzerns Honeywell mit Sitz in Charlotte, North Carolina, behaupten könne. „Aufgrund des Fach- und Arbeitskräftemangels in Deutschland ist für uns die Ausbildung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr wichtig. Dafür setzt sich unsere Lotteraner Geschäftsleitung beim Mutterkonzern in den USA auch sehr stark ein. Es ist schwierig, neue Techniker, Mechanikerinnen, IT-Leute und Ingenieurinnen und Ingenieure zu finden“, sagte Schröer.

 

Viele Sieger unter den Auszubildenden

Betriebsratsmitglied Detlef Heller ergänzte, dass der Honeywell-Standort Lotte in den letzten Jahren Kammersieger, Landessieger, Bundessieger und Europameister unter seinen Auszubildenden gehabt habe. „In diesem Jahr werden zwar nur acht neue Auszubildende ihre Ausbildung bei uns beginnen, in Spitzenzeiten waren es auch schon bis zu 18 pro Jahr. Aber die Tendenz ist steigend.“ Coße betonte: „Kromschröder Honeywell ist seit vielen Jahren ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.“ Der größte Geschäftszweig sei der Produktvertrieb. Heller: „Daneben sind wir ein Forschungs- und Entwicklungsstandort. Das ist in dieser Kombination konzernweit einmalig.“

 

Befeuerungsanlagen auch wasserstofftauglich

Sundermann ist auch energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag. Er erkundigte sich nach möglichen Auswirkungen und Alternativen, wenn die Energieerzeugung zunehmend ohne Gas erfolge. Nach Kenntnis des Betriebsrates sei das Unternehmen vorbereitet, weil 97 Prozent der Gaszähler und Produkte für Befeuerungsanlagen auch wasserstofftauglich seien. Insgesamt profitiere der Standort in Lotte von der Zugehörigkeit zu Honeywell, weil der Konzern bei der aktuellen Rohstoffknappheit auf der ganzen Welt Rohstoffe und Material einkaufen könne, was dem Lotteraner Standort alleine nicht möglich wäre. „Wir bekommen auch mehr Aufträge durch die Konzernzugehörigkeit“, sagte Schröer.