Vor dem Showroom der Firma HOF in Mettingen: Landtagsabgeordneter Frank Sundermann, die Bundestagsabgeordneten Michael Müller und Jürgen Coße, Bürgermeisterin Christina Rählmann und Co-Geschäftsführer Björn Heinzmann (v.l.n.r.) Bild: Büro Sundermann/Marina Stalljohann-Schemme

Mettinger Hersteller für Alu-Traversen Marktführer im Bühnenbau

Abgeordnete Müller, Sundermann und Coße besuchen Unternehmen und Nordschacht

Mettingen. Die weltweit leistungsstärkste Aluminium-Traverse für Bühnenkonstruktionen kommt aus Mettingen. Entwickelt und hergestellt wurde sie von der Firma HOF, die bereits mit der sogenannten Moving Lights Truss² Marktführer ist. Der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin und Bundestagsabgeordnete, Michael Müller (SPD), hatte auf Einladung des hiesigen Bundestagsabgeordneten Jürgen Coße und Landtagsabgeordneten im Tecklenburger Land, Frank Sundermann (SPD), das Unternehmen zusammen mit Bürgermeisterin Christina Rählmann besucht. Neben der Spannbreite an Produkten spielte auch das Thema Fachkräftemangel eine Rolle. Als weitere Station haben sich die Politikerin und die Politiker am Nordschachtgelände über die dortigen Pläne für ein Wohn- und Gewerbequartier ausgetauscht.

 

„Es darf nichts wiegen“ – möglichst leicht bauen

„Es darf nichts wiegen. Deshalb bauen wir unsere Traversen aus Aluminium. Besonders in der Veranstaltungsbranche wird die Herausforderung immer größer, die Traversen möglichst leicht zu bauen, weil die an ihnen befestigte Licht- und Videotechnik und das Equipment für Bühnenshows immer aufwendiger und schwerer werden. Unsere Traversen müssen teilweise bis zu 20 Tonnen Gewicht tragen“, sagt Co-Geschäftsführer Björn Heinzmann. Bei ihrem Besuch erfuhren die Gäste, wofür die Traversen weltweit eingesetzt werden: zum Beispiel als Unterkonstruktion für Europas größte Videowände in der Münchner Allianz Arena oder für den Videowürfel in der Schalke-Arena oder auch für Flutlichtanlagen auf Sportplätzen und als Gestell für Europas größten Adventskranz in Lüneburg.

 

Zu sehen ist eine der leistungsstärksten Traversen, die für den Bühnenbau verwendet werden kann. Bild: Büro Sundermann/Marina Stalljohann-Schemme

 

Aluminium zu 100 Prozent recycelbar

Auf Müllers Frage zur Nachhaltigkeit von Aluminium entgegnete Heinzmann, dass Aluminium aufgrund seiner Leichtigkeit und Eigenschaften alternativlos sei: „Aber es lässt sich zu hundert Prozent recyceln und wiederverwenden.“ Heinzmann erklärte, wie die von der Firma entwickelten Traversensysteme möglichst schnell an den Veranstaltungsorten auf- und abgebaut werden können. Sundermann, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag: „Sie haben mit Ihren Konstruktionen, mit denen Sie Marktführer sind, einen Standard gesetzt und sind immer einen Schritt schneller als die anderen.“

 

Personal binden – in Ausbildung investieren

In der Firma werden aktuell Traversen für eine Bühnenkonstruktion auf Kreuzfahrtschiffen produziert. Müller, Sundermann, Coße und Rählmann sprachen mit Heinzmann auch über steigende Rohstoffpreise und den Arbeitskräftemangel. HOF beschäftige vor allem Schweißer, Metallbauer und Konstrukteure. „Es wird nicht einfacher, Fachkräfte zu bekommen. Unser Ziel ist es, unser Personal langfristig zu binden und in Ausbildung zu investieren“, sagt Heinzmann. Coße verwies darauf, wie wichtig die Ausbildung von qualifizierten Arbeitskräften für die Region sei: „Das Tecklenburger Land ist eine starke Region, aber auf dem Arbeitsmarkt ist der Druck durch fehlende Fach- und Arbeitskräfte schon deutlich zu spüren.“

 

Im Hintergrund der alte Förderturm, im Vordergrund sprechen Frank Sundermann, Jürgen Coße, Michael Müller, Christian Rählmann und Reyhan Sahin (v.l.n.r.) über die Zukunft des Geländes. Bild: Büro Sundermann/Marina Stalljohann-Schemme

 

Nordschachtgelände: Wohnen und Arbeiten

Am nahegelegenen Nordschachtgelände erklärte Rählmann die Pläne für die Nachfolgenutzung als gemischter Standort fürs Arbeiten und Wohnen: „Das Gelände soll handwerklich geprägten Betrieben eine repräsentative Adresse bieten, während im rückwärtigen Teil der Gebäude Wohnungen errichtet werden können. So entsteht ein multifunktionaler Stadtraum in unmittelbarer Nähe zum Wald als Erholungsort.“ Ob der Förderturm erhalten bleiben und zum Beispiel touristisch weitergenutzt werden könne, sei noch offen. Müller: „Mettingen scheint eine Gemeinde mit viel Unternehmergeist und Potenzial zu sein, der ich für die weitere Entwicklung, insbesondere am Nordschacht, viel Erfolg wünsche.“

 

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