Die Vorsitzende des Trägervereins „Waldorf-Kindergarten Lienen e.V.“, Miriam Kurzbach und der stellvertretende Vorsitzende Markus Lütz (r.) haben sich mit dem Landtagsabgeordneten Frank Sundermann über die Neubaupläne der zu 100 Prozent recycelbaren Kita ausgetauscht. Bild: Büro Sundermann/Marina Stalljohann-Schemme

Pläne für neue Waldorf-Kita: 100 Prozent recycelbar

Landtagsabgeordneter Sundermann informiert sich über Neubaupläne des Trägervereins in Lienen

Lienen. In erster Linie muss der Waldorfkindergarten in Lienen neu gebaut werden, weil das jetzige Gebäude nicht mehr den Sicherheitsanforderungen entspricht. In zweiter Linie soll mit dem Neubau aber auch ein ökologisches und anthroposophisches Vorzeigeprojekt entstehen. Der Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sundermann (SPD), hat sich mit dem Trägerverein „Waldorf-Kindergarten Lienen e.V.“ über die Pläne und den aktuellen Stand ausgetauscht. Die neue Kita soll auf dem alten Tennenplatz neben der Waldorfschule gebaut werden und rund 1,7 Millionen Euro kosten. Doch für die Realisierung fehlen dem Verein noch rund 500.000 Euro.

 

Umweltschutz und Nachhaltigkeit in die Tat umsetzen

„Die neue Kita wird kein Standardgebäude werden. Wir möchten nicht nur von Umweltschutz und Nachhaltigkeit reden, sondern haben den Neubau so geplant, dass er zu 100 Prozent recycelbar und aus Vollholz erstellt wird. Wir wollen höchste ökologische Standards einhalten“, erklärt Markus Lütz, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Der Architekt Hermann Tjarks sei spezialisiert für ökologisches und kindgerechtes Bauen und habe bei den Plänen auch anthroposophische Aspekte berücksichtigt. „Beispielsweise gibt es keine 90 Grad-Winkel und keine bodentiefen Fenster in den Gruppenräumen, damit sich die Kinder geschützter fühlen“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Miriam Kurzbach.

 

Projekt mit Vorbildfunktion und Strahlkraft

„Das alles hat natürlich seinen Preis, aber wir wollen auch eine Vorbildfunktion einnehmen und vielleicht kann das Projekt eine gewisse Strahlkraft entwickeln und als Inspiration für andere dienen“, sagt Lütz. Aktuell ist eine U3-Gruppe aufgrund des Platzmangels in der Hauptschule untergebracht. „Personell und organisatorisch ist die Aufteilung auf zwei Standorte ungünstig, weshalb wir ebenfalls einem Neubau entgegensehnen“, sagt Kurzbach. Die neue Einrichtung wird zwei Gruppen umfassen, eine U3-Gruppe und eine Gruppe für die Drei- bis Sechsjährigen.

 

Energiepolitischer Sprecher Sundermann unterstützt Pläne

Sundermann: „Eine Kita nach höchsten ökologischen und kindgerechten Standards zu bauen, ist natürlich begrüßenswert. Als energiepolitischer Sprecher kann ich das nur unterstützen“, sagte Sundermann. Er wolle sich in Düsseldorf und Beim Bund über mögliche Förder- und Finanzierungsprogramme schlau machen, die der Verein bislang vielleicht noch nicht im Blick gehabt hat, um die noch bestehende Finanzierungslücke zu schließen oder zumindest zu verkleinern.

 

Pressemitteilung als PDF