Thomas Kutschaty, Landesvorsitzender der NRWSPD (r.), und der Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sundermann, haben sich mit der Firmenleitung von Crespel & Deiters über Energie- und Rohstoffversorgung ausgetauscht. Bild: Büro Sundermann/Marina Stalljohann-Schemme

Kutschaty: „Politik und Wirtschaft sitzen in einem Boot“

Besuch bei Crespel & Deiters in Ibbenbüren

Ich war mit Thomas Kutschaty, unserem Landesvorsitzenden der NRWSPD, im Tecklenburger Land unterwegs und habe mit ihm das Ibbenbürener mittelständische Unternehmen Crespel&Deiters besucht, das mittlerweile in sechster Generation geführt wird und Stärkeprodukte aus Weizen herstellt.

 

EU: In jedem 4. Wellpappen-Produkt steckt C&D

EU-weit steckt in jedem vierten Produkt aus Wellpappe ein Produkt von Crespel&Deiters, die sich neben dem Lebensmittelbereich, zum Beispiel Stärke für die Backindustrie, auch auf Klebstoffe für Wellpappe spezialisiert haben. Firmenchef Gustav Deiters und weitere Mitglieder aus der Geschäftsleitung haben sich die Zeit genommen, um uns ihr Unternehmen vorzustellen und auch ihre Prognosen und Bedenken für die Zukunft im Hinblick auf den Krieg gegen die Ukraine dargelegt.

 

Bild: Büro Sundermann/Marina Stalljohann-Schemme

 

Fragen zur Energie- und Rohstoffversorgung

Hier ging es vor dem Hintergrund der Energiewende und des Kriegs vor allem um die Energie- und Rohstoffversorgung. Das Unternehmen liegt in Sachen Energieeffizienz mittels einer KWK-Anlage zwar sehr weit vorne, dennoch benötigt es für die Stärkeproduktion zum einen den Energieträger Gas, zum anderen jährlich rund 390.000 Tonnen Weizen, den C&D überwiegend aus Deutschland bezieht, mindestens aber aus der EU. Wir haben über die Übergangs- oder Brückentechnologie Wasserstoff gesprochen, und welche Voraussetzungen es hierfür braucht und wie die Energieversorgung auch in Zukunft gesichert werden kann. Hierfür müssten Politik und Unternehmen an einem Strang ziehen. Kutschaty : „Wirtschaft und Politik sitzen da in einem Boot.“ Sundermann ergänzte, dass diskriminierungsfrei und solidarisch entschieden werden müsse, wer demnächst noch Gas bekommen kann.

 

„Work Hub“ – Arbeiten der Zukunft

Ganz interessant war auch die Vorstellung des „Work Hub“, ein Raumzellengebäude für die Verwaltungsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das gerade mitten zwischen den Produktionsgebäuden errichtet wird. Es gehe darum, auch im ländlichen Raum qualifizierte Fachkräfte und Arbeitskräfte zu gewinnen und zu halten. Hier sieht sich das Unternehmen sehr gut aufgestellt und kann mit dem „Work Hub“ eine moderne und auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden angepasste Arbeitsatmosphäre schaffen.

 

Bild: Büro Sundermann/Marina Stalljohann-Schemme