Wohl keine Teleradiologie: Mehr für Versorgung im ländlichen Raum tun

Landtagsabgeordneter Sundermann: Unbefriedigende Antwort der Landesregierung

Westerkappeln/Düsseldorf. Um die medizinische Versorgung in Westerkappeln zu verbessern, wollte der Allgemeinmediziner Dr. Michael Schlathölter eine Kooperation mit der radiologischen Praxis von Dr. Tarek Zoubi in Ibbenbüren eingehen und in Westerkappeln ein teleradiologisches Angebot schaffen, so dass dort auch Röntgenaufnahmen gemacht werden können. Weil sich in der Sache seit fast zwei Jahren nichts bewegt hat, hat sich der Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sundermann (SPD), an die Landesregierung gewandt und jetzt eine unbefriedigende Antwort erhalten.

 

Gesundheitsministerium erst jetzt geäußert

Aus Sicht der Landesregierung liegen nach dem Strahlenschutzgesetz keine Voraussetzungen für die Erteilung einer erforderlichen Genehmigung für das Angebot teleradiologischer Leistungen in Westerkappeln vor. Die Landesregierung sieht außerdem in Westerkappeln keinen Versorgungsbedarf. Sundermann: „Das Gesundheitsministerium hat sich seit zwei Jahren nicht bewegt und äußert sich erst jetzt aufgrund meiner Anfrage. Das erweckt den Eindruck, als ob es die Landesregierung mit einer medizinischen Versorgung im ländlichen Raum nicht ernst meint“, sagt Sundermann.

 

Menschen müssen besser versorgt werden

Die Antwort sei absolut unbefriedigend. Sundermann: „Ich erwarte, dass da mehr kommt, wenn die Landesregierung die medizinische Versorgung im ländlichen Raum zukünftig sicherstellen will. Ich werde an dem Thema dranbleiben, schließlich geht es um die Menschen in Westerkappeln und im Tecklenburger Land, die besser versorgt werden müssen. Ich werde weitere Gespräche führen und ich bin in Kontakt mit den anderen Bundesländern, ob dort ähnliche Projekte möglich sind.“

 

Hemmt bürokratische Sturheit bessere Versorgung?

Die technischen Gerätschaften seien vorhanden und die Qualifikation von Herrn Dr. Schlathölter ebenfalls. „Da kann man den Eindruck bekommen, dass hier bürokratische Sturheit eine bürgernahe Versorgung verhindert, zumal es bereits erfolgreiche Testdurchläufe gegeben hat“, sagt Sundermann. Doch sowohl die Bezirksregierung Münster als auch die Kassenärztliche Vereinigung haben bisher nicht die notwendige Erlaubnis erteilt.

 

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Antwort der Landesregierung