Gemeinsam haben sich Katrin Hille-Rüter, designierte Konrektorin, Rektorin Claudia Attermeier, Landtagsabgeordneter Frank Sundermann, SPD-Fraktionsvorsitzender Björn Schmitz, Kerstin Ruthenschröer, Vorsitzende des Kreisverbands VBE und Bürgermeister Peter Vos (v.l.n.r.) die Räumlichkeiten und Ausstattung der OGS und Overbergschule angeschaut. Bild: Büro Sundermann/Marina Stalljohann-Schemme

„Wir müssen die Schulen als Lebensraum betrachten“

Sundermann informiert sich an Overbergschule über Raumbedarf für OGS und pädagogisches Angebot

Recke. „Die Schule ist nicht nur ein Lernraum. Wir müssen die Schulen als Lebensraum betrachten und sie auch entsprechend ausstatten“, sagt Claudia Attermeier, Leiterin der Overbergschule in Recke. Vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen ab 2026 und des wachsenden Raumbedarfs für die Offene Ganztagsschule (OGS) hat sich der Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sundermann (SPD), über die Situation an der Grundschule in Recke informiert:

 

„Der Raumbedarf für die OGS ist offensichtlich“

„Der Raumbedarf für die OGS ist offensichtlich. Ich werde prüfen, ob es vom Land Fördermöglichkeiten für den Offenen Ganztag gibt. Als SPD-Fraktion im Landtag fordern wir die Fortführung des Programms Gute Schule 2020 als Gute Schule 2025, mit dem An-, Um- und Neubauten von Schulen und Sporthallen gefördert werden können.“ In einem gemeinsamen Antrag auf Prüfung eines Neubaus der Schule haben SPD und CDU in Recke bereits einen Veränderungsprozess angestoßen.

 

Differenzierungsräume für die verschiedenen Professionen

Als sogenannte Schule des Gemeinsamen Lernens können und sollen Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf gemeinsam mit Kindern ohne entsprechenden Bedarf an der Overbergschule unterrichtet werden. „Wir haben bei uns an der Schule einen Schulsozialarbeiter, Sonder- und Sozialpädagogen und Ergotherapeuten. Um dem Förderbedarf aber gerecht werden zu können und auch die geeignete Atmosphäre für das Förderangebot, für Gespräche mit Kindern und Eltern schaffen zu können, brauchen die verschiedenen Professionen eigene Räume. Idealerweise sollten diese Differenzierungsräume in Nähe der Klassenräume liegen. Auch die Räume für den Offenen Ganztag sind momentan sehr ungünstig gelegen, so dass Kinder und Mitarbeiterinnen an mehreren Stellen im Haus verteilt sind“, sagt Attermeier. Multifunktionsräume wären eine gute Lösung, so dass sich Schule und OGS ergänzen und miteinander austauschen können.

 

OGS bislang teilweise im Keller untergebracht

„Wir sehen, dass auch die im Keller untergebrachte OGS, getragen von Lernen Fördern aus Ibbenbüren, mehr qualifiziertes pädagogisches Personal, aber auch mehr Raum und eine bessere Ausstattung für die Kinder benötigt. Hier müssen und werden wir auf jeden Fall was tun“, sagte Bürgermeister Peter Vos bei der gemeinsamen Begehung mit Kerstin Ruthenschröer, Vorsitzende des Kreisverbands vom VBE (Verband Bildung und Erziehung) und sachkundige Bürgerin für die Recker SPD im Schulausschuss, sowie dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Bjørn Schmitz.

 

Wunsch nach Neubau: Bildungschancen

„Die Kinder verbringen bis zu acht Stunden am Tag in der Schule. Dafür brauchen sie auch Platz, um in Ruhe Essen und Hausaufgaben machen zu können, aber natürlich auch Möglichkeiten zum Spielen und Toben. Die OGS muss als familienergänzend betrachtet werden, nicht als familienersetzend“, sagt Ruthenschröer. „Die Overbergschule stößt mit ihrem aus der Historie begründeten Standort bereits an ihre Grenzen. Daher gilt es zu prüfen ob ein Umbau am bestehenden Standort oder ein Neubau die Lösung darstellt, um den Herausforderungen der Zukunft eine gerechte Lösung zu geben. Unser Wunsch ist, dass wir in Recke einen Neubau verwirklichen können, der unseren Schülerinnen und Schülern moderne und zukunftsorientierte Bildungschancen ermöglichen wird“, betont Schmitz.

 

Sundermann: Grundlage für Bildungsgerechtigkeit

Sundermann ist der Ansicht, dass die Ausstattung der Schulen sowohl in Bezug auf die Gebäude und Räume als auch in Bezug auf qualifiziertes pädagogisches und therapeutisches Personal Grundlage für Bildungsgerechtigkeit ist: „Hier passiert auf Landesebene zu wenig. Das bedeutet an erster Stelle mehr qualifiziertes Personal und eine bessere Bezahlung der Grundschullehrerinnen und -lehrer.“ Derzeit besuchen die Kinder die Übermittagsbetreuung an der Overbergschule entweder in der OGS oder bei den ABC Mäusen. Mit dem kommenden Jahrgang 2022/23 wird die Schule voraussichtlich wieder vierzügig, wodurch ebenfalls mehr Räume benötigt werden.

 

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