Bild: Büro Sundermann/Norbert Gaßner

Chancen für Bahnhof Velpe – Mehr Halte am Bahnhof Halen?

Sundermann zur Zielnetzkonzeption: Auch Verbesserungen für die Bahn im Tecklenburger Land?

Westerkappeln/Lotte/Tecklenburger Land/Düsseldorf. Ein idealer Bahnfahrplan für ganz NRW – das Verkehrsministerium NRW hat mit den Aufgabenträgern für den Schienenpersonennahverkehr und der Deutschen Bahn eine Zielnetzkonzeption für den Schienenpersonennahverkehr bis 2032/2040 entwickelt, die einen idealen Fahrplan für die Fahrgäste ermöglichen soll. Kommunen sollen neu an das Bahnnetz angeschlossen, neue Bahnstationen errichtet, das Taktangebot verdichtet und Bahnlinien beschleunigt werden. Vor diesem Hintergrund hat sich der Landtagsabgeordnete Frank Sundermann (SPD) an die Landesregierung gewandt, ob es auch im Tecklenburger Land zu Verbesserungen kommt: „Gehören beispielsweise die Reaktivierung des 1991 stillgelegten Bahnhofs Velpe und eine Ausweitung der Haltezeiten am Bahnhof Halen zur Zielnetzkonzeption? Profitiert auch der ländliche Raum davon? Oder ist das Programm wieder nur etwas für den städtischen Bereich, für die Ballungszentren an Rhein und Ruhr?“

 

Taktung von 15 Minuten auf NRW-eigenen Strecken

Konkret gehe es laut Verkehrsministerium um 336 Einzelmaßnahmen, die in den nächsten 18 Jahren umgesetzt werden sollen. Damit soll der Schienenpersonennahverkehr so ausgebaut werden, dass auf den NRW-eigenen Strecken eine Taktung von 15 Minuten machbar wird, angelehnt an das Bundesziel, einen einheitlichen Deutschlandtakt herzustellen. „Ein 15-Minuten-Takt in Dortmund ist ja schön und gut, nur bei uns im Tecklenburger Land gibt es teilweise ja nicht mal einen Bahnhof. Deshalb interessiert uns natürlich, inwiefern auch das Tecklenburger Land von der Zielnetzkonzeption des Landes profitiert und wo es zu Verbesserungen im SPNV kommen soll“, sagt Sundermann.

 

Gehört Reaktivierung des Velper Bahnhofs dazu?

Ganz konkret habe er zum einen nach der Reaktivierung des Velper Bahnhofs gefragt. „Ich habe in Gesprächen mit der Deutschen Bahn, der Landesregierung und dem NWL/ZVM immer wieder zu hören bekommen, dass eine Reaktivierung durchaus gewollt sei, aber getan hat sich bislang nichts. Um einen Halt in Velpe zu realisieren, müssten die Züge auf der Strecke Rheine – Braunschweig 20 Km/h schneller fahren, doch dafür muss die Strecke ausgebaut werden“, sagt Sundermann.

 

Ziel: Velpe an den ÖPNV anbinden

Velpe liege an einer Hauptverkehrsstrecke zwischen Rheine und Osnabrück. „Ein Haltepunkt könne vielen Anwohnern die Möglichkeit geben, mit dem Zug statt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, zumal Velpe bislang gar nicht an den ÖPNV angebunden ist. Viele Haushalte könnten sich womöglich ein Auto sparen. Wenn wir die Mobilitätswende ernsthaft umsetzen und Kohlendioxid einsparen wollen, brauchen wir gerade in ländlichen Regionen sinnvolle Alternativen zum Auto mit Verbrennungsmotor“, betont Sundermann. Sollte der Bahnhof Velpe zur Zielnetzkonzeption gehören, wolle Sundermann auch wissen, mit welchem Zeitplan die Landesregierung für die Reaktivierung des Haltepunktes rechne.

 

Mehr Haltezeiten am Bahnhof Halen?

Auf kommunalpolitischer und Verwaltungsebene werde außerdem in Lotte schon länger über eine Ausweitung der Haltezeiten am Bahnhof Halen gesprochen. Auch Sundermann habe hierzu in der Vergangenheit Gespräche geführt und sich mit seinem niedersächsischen Kollegen und Landtagsabgeordneten Guido Pott ausgetauscht. Das Problem für die Schaffung zusätzlicher Halte bestehe darin, dass die Strecke Oldenburg – Osnabrück – Eversburg in weiten Teilen eingleisig verlaufe und die Züge sich nur an vorgegebenen Kreuzungspunkten begegnen können. Sundermann: „Deshalb ist ein Ausbau zur Zweigleisigkeit bis nach Bramsche nötig. Inwiefern gehört eine Ausweitung der Haltezeiten am Bahnhof Halen zur landesübergreifenden Zielnetzkonzeption des Verkehrsministeriums?“

 

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