Der Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sundermann (l.), und Reckes Bürgermeister Peter Vos haben sich über die Chancen und zukünftige Entwicklung der Gemeinde Recke ausgetauscht.

Homeoffice: große Chance für kleine Kommune

Sundermann macht Antrittsbesuch bei Bürgermeister Vos: Wohnen, Arbeiten und Leben in Recke

Recke. Die aktuellen Herausforderungen für kleinere Städte und Gemeinden im ländlichen Raum sind wohl alle gleich: bezahlbarer Wohnraum, attraktive Ortskerne, gewerbliche Arbeitsplätze und mobile Erreichbarkeit. Bei seinem – durch Corona verzögerten – Antrittsbesuch in Recke haben sich der Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sundermann (SPD), und Bürgermeister Peter Vos über das Wohnen, Arbeiten und Leben in Recke ausgetauscht. Vos sieht allen voran in der coronabedingten Entwicklung zu mehr Homeoffice eine große Chance für kleine Kommunen: „Recke ist eine klassische Auspendlergemeinde. Hier bietet das Homeoffice eine echte Chance für uns. Die Menschen können in Recke wohnen und woanders arbeiten, ohne täglich viel Zeit fürs Pendeln auf sich nehmen zu müssen. Das macht Orte wie Recke und das Wohnen im ländlichen Raum wieder interessanter“, sagt Vos.

 

Arbeiten von zu Hause kann Wohnen auf dem Land attraktiver machen

Sicherlich ziehe es nach wie vor viele Menschen in die Städte, doch genauso gebe es Menschen, die lieber auf dem Land wohnen. „Das Arbeiten von zu Hause kann den Trend, wieder auf’s Land zu ziehen, sicherlich verstärken“, sagt Vos. Dafür müssten die Firmen jedoch das Konzept des Homeoffices mittragen und einen von der Politik vorgegebenen klaren rechtlichen Rahmen bekommen, woran Arbeitsminister Hubertus Heil in Berlin gerade arbeite. Wenn die Menschen in Recke wohnen wollen, brauchen sie auch ein Dach über dem Kopf. „Wie schafft man in Recke mehr Wohnraum für Eigentum und Miete? Und wie schafft man Wohnraum für weniger Geld? Die soziale Frage des Wohnens wird nicht nur in Recke, sondern in allen Kommunen des Tecklenburger Landes immer drängender“, sagt Sundermann.

 

Ortskern in Recke wieder attraktiver machen

„Mit dem ISEK, dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept zur Stärkung der Ortszentren, also explizit des innerörtlichen Bereichs, wollen wir unseren Ortskern in Recke wieder attraktiver und interessanter machen. Mein Ziel ist es, die Nachfrage nach Ladenlokalen und Räumlichkeiten für Restaurants, Cafés und den Einzelhandel wieder zu erhöhen. Die Einwohnerinnen und Einwohner aus Recke sollten nicht erst bis nach Osnabrück fahren müssen, um eine Hose kaufen, in einem Restaurant essen oder einen Kaffee trinken zu gehen“, sagt Vos. Aus eigener Erfahrung als Ratsmitglied in Westerkappeln kenne Sundermann die großen Herausforderungen für kleine Ortskerne.

 

„Recke als Gemeinde mit Chancen“

„Ich sehe Recke generell als eine Gemeinde mit Chancen an. Wir können über Leerstände im Ortskern klagen, oder etwas dagegen tun“, sagt Vos. Deshalb bestehe ein weiteres Ziel darin, die gewerbliche Entwicklung voranzutreiben, möglicherweise mit einem Gewerbegebiet in Espel. Sundermann: „Bei der Überlegung, wie sich Gewerbe und Gewerbegebiete entwickeln können, sollte das immer nachhaltig geschehen.“

 

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