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Umfrage: Kitagebühren abschaffen und Schulen stärker unterstützen

Landtagsabgeordneter Sundermann: „Mehr tun für Bildungsgerechtigkeit“ – Umfrage im Kreis Steinfurt

Kreis Steinfurt/Düsseldorf. Fast jede und jeder zweite im Kreis Steinfurt ist für die Abschaffung der Kitagebühren in Nordrhein-Westfalen. Über 71 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Schulen mit besonderen sozialen Gegebenheiten besser finanziell gefördert werden. Das ergab jetzt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der SPD-Fraktion im Landtag NRW. „Ich unterstützte diese Forderungen. Wir brauchen dringend Maßnahmen für gerechtere Bildungschancen und die Abschaffung von Kitagebühren“, sagt der Landtagsabgeordnete für die Region, Frank Sundermann (SPD).

 

„In NRW haben wir auch keine Schul- und Studiengebühren“

47,1 Prozent der Menschen im Kreis Steinfurt wünschen sich, dass die Kitagebühren in ganz NRW abgeschafft werden. Nur rund 15 Prozent sprechen sich dafür aus, das jetzige System beizubehalten, bei dem jede Kommune selbst die Beiträge festlegt. Etwas mehr als ein Viertel der Befragten (28,4 Prozent) wollen, dass das Land zumindest die Höhe der Gebühren begrenzt. „Die Bürgerinnen und Bürger wollen ein Ende des ungerechten Flickenteppichs an Kitagebühren in Nordrhein-Westfalen. In NRW haben wir keine Schul- und keine Studiengebühren. Warum sollen Eltern und Erziehungsberechtigte dann für die frühkindliche Bildung der Kleinsten zahlen?“, sagt Sundermann.

 

Zwischen den Gemeinden variieren Gebühren deutlich

Zwischen den Gemeinden variieren die Gebühren deutlich. Für eine Familie mit einem Jahreseinkommen von 43.000 Euro kann ein U3-Platz mit 45 Stunden Betreuung in der Woche je nach Ort in NRW zwischen null und 4.000 Euro pro Jahr kosten. Sundermann: „Dieses Gebührenkonstrukt ist nicht nur undurchsichtig, sondern es verursacht auch Ungerechtigkeiten, weil die Höhe der Gebühren von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Städte und Gemeinden abhängt.“ Die SPD-Fraktion im Landtag fordert daher, die Kitagebühren überall in NRW abzuschaffen.

 

„Landesregierung kümmert sich zu wenig um Chancengerechtigkeit“

Die Landesregierung kümmert sich viel zu wenig um Chancengerechtigkeit für alle Kinder in unserem Land“, sagt Sundermann. Das zeige sich auch an den Schulen. Und viele Menschen im Kreis Steinfurt sehen das ebenfalls so, wenn sie eine größere finanzielle Unterstützung für Schulen mit besonderen sozialen Gegebenheiten fordern. Die SPD-Fraktion im Landtag verspricht, Schulen in herausfordernden Lagen besonders zu unterstützen. Etwa 1.000 solcher Schulen gibt es in NRW.

 

Mehr Personal und zusätzliches Geld für Schulen in besonderen Lagen

Nach den Plänen der SPD-Fraktion sollen diese Schulen zukünftig beim Personal einen Aufschlag von 20 Prozent auf den Grundstellenbedarf erhalten. Kurzfristig sollen die 1.000 Schulen zudem ein zusätzliches jährliches Budget von 300.000 Euro erhalten. Dieses Geld könne entweder für zusätzliches Personal, die Finanzierung von außerschulischen Projekten oder kostenfreies Mittagessen im Rahmen eines pädagogischen Konzeptes genutzt werden. „Wir wollen Engagement vor Ort fördern, denn das ist ein wichtiger Schritt zu bester Bildung für alle“, sagt Sundermann.

 

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