Eine Ampel für die Püttenbeck-Kreuzung?

An der Püttenbeck-Kreuzung passieren immer wieder Unfälle, weil die Vorfahrt missachtet oder zu schnell gefahren wird. Der Landtagsabgeordnete Frank Sundermann (r.) und Björn Schmitz, SPD-Fraktionsvorsitzender aus Recke, wenden sich mit dem Vorschlag an den Regionalrat, dort eine Ampelanlage zu installieren. Bild: Büro Sundermann/Marina Stalljohann-Schemme

Antwort an Sundermann aus dem Verkehrsministerium: Kein Kreisel – Regionalrat am Zuge

Recke/Düsseldorf. Nachdem im Frühjahr und Sommer erneut zwei schwere Unfälle an der Kreuzung Ibbenbürener Straße (L 603)/Püttenbeckstraße (K 17) in Recke passiert waren, hatte sich der Landtagsabgeordnete Frank Sundermann (SPD) an das Verkehrsministerium in Düsseldorf gewandt und um eine erneute Prüfung der Gefahrenlage gebeten. Die Antwort liegt nun vor. „Einen Kreisverkehr wird es hier so bald wohl nicht geben. Dafür gebe es nicht genügend Unfälle. Aber möglicherweise kann eine Ampel als kleine Lösung die Gefahrenlage an der Kreuzung entschärfen, bevor weitere Unfälle passieren“, schlägt Sundermann vor. Gemeinsam mit Bjørn Schmitz, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD aus Recke, war Sundermann nun vor Ort.

 

Ministerium: Erneuerung der Rüttelstreifen reicht aus

„Im Ministerium in Düsseldorf ist man der Meinung, dass eine Erneuerung der Rüttelstreifen ausreicht, um die Situation an der Kreuzung zu verbessern“, sagt Sundermann. Die Unfälle würden nicht aufgrund überhöhter Geschwindigkeiten passieren, sondern weil die Vorfahrt missachtet werde, heißt es in dem Antwortschreiben des Staatssekretärs Dr. Hendrik Schulte aus dem Verkehrsministerium. Sundermann: „Die Landesregierung sieht keine Grundlage für einen Kreisverkehr. Allerdings entscheidet der Regionalrat bei der Bezirksregierung Münster darüber, mit welcher Dringlichkeit Geld für einen Umbau der Kreuzung bereitgestellt wird. Deshalb werden wir uns mit dem Vorschlag an Markus Gerweler aus dem Regionalrat wenden, an dieser Kreuzung zumindest eine Ampelanlage zu installieren.“

 

Eine Erneuerung der Rüttelstreifen würde laut dem Verkehrsministerium in NRW ausreichen. Bild: Büro Sundermann/Marina Stalljohann-Schemme

 

Beim Regionalrat Möglichkeiten für Ampelanlage anfragen

„Diesen Vorschlag unterstützen wir. Wir werden beim Regionalrat in Münster anfragen, welche Priorität die Püttenbeck-Kreuzung hat und welche Möglichkeiten es für den Bau einer Ampelanlage gibt, denn alles ist sicherer, als den Zustand der Kreuzung so zu belassen. Die Sicherheit der Menschen muss im Vordergrund stehen“, sagt Schmitz.

 

Alle bisherigen Maßnahmen nicht ausreichend

Seit Jahren fordern alle Recker Parteien von der Landesregierung, dass an der Kreuzung ein Kreisverkehr gebaut wird. Doch bislang erfolglos. Schilder, Rüttelstreifen und eine Geschwindigkeitsmessung sollten das Problem lösen. „Die Maßnahmen waren jedoch nicht ausreichend und die Gefahr bleibt bestehen, dass in naher Zukunft wieder Unfälle passieren. Es ist zudem nur eine Frage der Zeit, bis sich die Rüttelstreifen wieder abnutzen. Und auch vor dem Aufbringen der Rüttelstreifen waren an der Kreuzung teils schwere Unfälle passiert“, sagt Sundermann, der sich seit über zwei Jahren mit der Situation an der Kreuzung beschäftigt.

 

Hoffnung auf positive Nachricht aus Münster ist groß

Die Hoffnung auf eine positive Nachricht aus Münster ist groß. Schmitz: „Wenn wir hier eine Ampel hinbekämen, wäre uns schon sehr geholfen. Die Kreuzung stellt ein Verkehrsrisiko dar. Das Stopp-Zeichen auf der untergeordneten Straße wird häufig missachtet und es wird zu schnell gefahren. Außerdem ist die Einsicht in die Landesstraße durch die anliegenden Häuser und Gebäude erschwert.“

 

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