Sundermann: „Können nicht auf den nächsten schweren Vorfall warten“

Immer wieder passieren - teils schwere - Unfälle an der Kreuzung Ibben-bürener Straße (L 603)/Püttenbeckstraße (K 17) in Recke. Der Landtagsabgeordnete Frank Sundermann fordert Verkehrsminister Hendrik Wüst zum Handeln auf.
Püttenbeck-Kreuzung: Landtagsabgeordneter fordert Verkehrsminister Wüst zum Handeln auf

Recke. Offenbar sind noch immer nicht genug Unfälle an der Kreuzung Ibbenbürener Straße (L 603)/Püttenbeckstraße (K 17) in Recke passiert, um das Land NRW zum Handeln zu bewegen. Seit Jahrzehnten geschehen an der Kreuzung teils verheerende Unfälle und seit Jahren fordern alle politischen Parteien der Gemeinde Recke den Bau eines Kreisverkehrs, um Unfälle zukünftig zu vermeiden. Auch der Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sundermann (SPD), beschäftigt sich seit längerem mit der Kreuzung.

 

Bitte an Verkehrsminister um erneute Prüfung und Lösungsvorschläge

Im Mai und August hat es dort erneut zwei Unfälle mit teils schwer verletzten Personen gegeben, weshalb sich Sundermann nun an Verkehrsminister Hendrik Wüst gewandt hat: „Ich habe den Verkehrsminister schriftlich um eine erneute Prüfung der Gefahrenlage gebeten. Außerdem soll er Möglichkeiten aufzeigen, wie diese gefährliche Stelle zeitnah beseitigt werden kann.“

 

Bereits Ende 2019 Kleine Anfrage an Landesregierung gestellt

Seit über zwei Jahren beschäftige sich Sundermann intensiv mit der Verkehrslage an der Püttenbeck-Kreuzung. „Wir haben Bürgerbeschwerden bekommen, dass die Kreuzung ein Verkehrsrisiko darstelle, weil das Stopp-Zeichen auf der untergeordneten Straße missachtet und zu schnell gefahren werde. Außerdem sei auch die Einsicht in die Landesstraße erschwert.“ Bereits Ende 2019 hatte sich Sundermann mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung gewandt. In der Antwort hatte die Kreispolizeibehörde die Unfallstatistik veröffentlicht, die deutlich macht, dass es für einen Handlungsbedarf offenbar noch nicht genügend Verletzte gegeben habe.

 

Nicht erst auf „genügend“ Unfälle warten – jetzt handeln

„Es wird nicht nur Zeit, dass hier ein Kreisverkehr entsteht, sondern auch, dass die Rechtslage grundsätzlich geändert wird. Wir können doch nicht erst auf eine bestimmte Anzahl an Unfallopfern warten, bis sich eine Baumaßnahme sozusagen lohnt. Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel. Und wenn wir sehen, dass an einer bestimmten Stelle Unfälle passieren, muss schnellstmöglich gehandelt werden“, sagt Sundermann. Außerdem sei die Kreuzung an der Ibbenbürener und Püttenbeckstraße 2019 erstmals eine Unfallhäufungsstelle gewesen. „Eine großzügige Beschilderung, Rüttelstreifen auf der K 17 und auch eine 2020 erfolgte Geschwindigkeitsmessung haben offenbar nicht den vom Kreis Steinfurt erhofften Erfolg gebracht. Erneut passierten in diesem Jahr bereits zwei schwere Unfälle mit verletzten Personen“, sagt Sundermann.

 

Geschwindigkeitsmessungen nur auf untergeordneter Kreisstraße

Sundermann gibt zu bedenken, dass die Geschwindigkeitsmessungen, die kaum Überschreitungen ergeben hätten, nur auf der untergeordneten Kreisstraße durchgeführt worden seien. Auf der vorfahrtberechtigten Landesstraße habe es keine Messungen gegeben. Sundermann: „Um nicht auf den nötigen weiteren schweren Vorfall warten zu müssen, habe ich Minister Wüst mit der Bitte angeschrieben, erneut die Gefahrenlage zu prüfen und die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie dieser Gefahrenpunkt möglichst schnell beseitigt werden kann.“

 

Pressemitteilung als PDF