Kliniken im Kreis nutzen Telemedizin für Coronapatienten

„Als ländlich geprägte Region mit teils weiten Wegen zu Fach- und Uni-kliniken müssen wir im Kreis Steinfurt dafür sorgen, dass die Menschen trotzdem Zugang zu bestmöglicher medizinischer Betreuung bekommen", sagt Frank Sundermann (SPD), Landtagsabgeordneter für das Tecklenburger Land.
Sundermann: Telemedizin für Zugang zu Spitzenmedizin auf dem Land nutzen und fördern

Kreis Steinfurt/Tecklenburger Land. „Als ländlich geprägte Region mit teils weiten Wegen zu Fach- und Unikliniken müssen wir im Kreis Steinfurt dafür sorgen, dass die Menschen trotzdem Zugang zu bestmöglicher medizinischer Betreuung bekommen. Die Telemedizin bietet hierfür Möglichkeiten – auch für schwer an Covid-19 erkrankte Patientinnen und Patienten“, sagt der Landtagsabgeordnete für die Region, Frank Sundermann (SPD).

 

Zwei Kliniken im Kreis nutzen Telekonsile

Im Rahmen der Vorstufe des sogenannten Virtuellen Krankenhauses Nordrhein-Westfalen (VKh.NRW gGmbH), eine gemeinnützige Trägergesellschaft, stellen die Universitätskliniken Aachen und Münster ihre intensivmedizinische und infektiologische Expertise für Coronapatienten per Telekonsil bereit. „Auch zwei Kliniken aus dem Kreis Steinfurt haben mit bislang 57 Telekonsilen diese Möglichkeit der digitalen Fachberatungen genutzt“, sagt Sundermann. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von Sundermann hervor.

 

Zusammenarbeit zwischen Münster, Steinfurt und Rheine geplant

In digitalen Telekonsilen beraten sich Ärztinnen und Ärzte einer oder verschiedener Fachrichtungen miteinander. Im Rahmen des Pilotbetriebs des Virtuellen Krankenhauses NRW sei laut Gesundheitsministerium für den Bereich „Seltene Erkrankungen“ die Zusammenarbeit zwischen dem Universitätsklinikum Münster als Konsilgeber und zwei konsilnehmenden Kliniken, dem UKM Marienhospital Steinfurt und dem Mathias-Spital Rheine, geplant. „Auch weitere Kliniken aus dem Kreis Steinfurt sind für den Pilotbetrieb des Virtuellen Krankenhauses vorgesehen“, sagt Sundermann.

 

Televisitenwagen mit Fördermitteln angeschafft

Wie ist es darüber hinaus um die telemedizinische Ausstattung der Krankenhäuser im Kreis Steinfurt bestellt, hat Sundermann die Landesregierung gefragt. „Viele Fördermittel für Investitionen im IT-Bereich konnte das Gesundheitsministerium allerdings nicht nennen. Vier Krankenhäuser aus dem Kreis Steinfurt haben insgesamt 40.000 Euro für jeweils zwei Televisitenwagen aus der Televisitenwagen-Förderung des Landes erhalten. Das sind das Klinikum Rheine, das Klinikum Ibbenbüren der Stiftung Mathias-Spital in Rheine, das Maria-Josef-Hospital Greven und das UKM Marienhospital Steinfurt“, sagt Sundermann. „Es ist wichtig, dass die für die telemedizinische Ausrüstung vorgesehenen Gelder und Fördermittel nicht mit der Gießkanne verteilt werden, sondern an die Krankenhäuser gelangen, die sie benötigen“, sagt Sundermann.

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