„Der FMO ist für viele weit weg“

Am Donnerstag, 4. Februar lädt der Landtagsabgeordnete Frank Sundermann (SPD) zu einem digitalen Bürgergespräch ein.
SPD-Landtagsabgeordneter Sundermann fordert beim Impfen flexiblere Lösungen vor Ort

Düsseldorf/Kreis Steinfurt/Tecklenburger Land. Noch immer stecken sich täglich zu viele Menschen mit dem Coronavirus an. Die große Hoffnung liegt weiterhin im Impfen der Bevölkerung. Die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Steinfurt und Tecklenburger Land müssen bzw. können dafür ab dem 8. Februar zum Impfzentrum am Flughafen Münster/Osnabrück fahren. „Doch der FMO ist für viele Menschen bei uns im Kreis weit weg, insbesondere für ältere Menschen und Personen ohne eigenes Auto“, sagt der Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sundermann (SPD). „Wir brauchen die Möglichkeit, flexible Lösungen bei uns vor Ort in den Städten und Gemeinden zu finden.“ Einen entsprechenden Antrag habe die SPD-Fraktion im Landtag NRW für das Plenum in dieser Woche vorgelegt.

 

Mit regionaler Lösung Impfbereitschaft erhöhen

„Durch eine auf unsere Region angepasste Lösung können wir die Akzeptanz und Impfbereitschaft unter den Menschen erhöhen. Es kann doch nicht sein, dass beispielsweise ältere Menschen mit dem Taxi oder den öffentlichen Verkehrsmitteln bis zu 50 Kilometer zum FMO fahren müssen, zumal es kaum möglich ist, beispielsweise von Recke oder Hopsten aus mit Bus oder Bahn direkt dorthin zu gelangen“, sagt Sundermann. Er fordert deshalb mehr Unterstützung für das Tecklenburger Land und den Kreis Steinfurt vom Land NRW. „Impfbusse, mobile Impfteams, Zweigstellen von Impfzentren – es gibt viele pragmatische Lösungen, die genutzt werden könnten“, meint Sundermann.

 

Minister Laumann muss passende Rahmenbedingungen schaffen

Dafür müsse das Land jedoch die passenden Rahmenbedingungen bieten. Bislang sei es den Kreisen und Kommunen in NRW nicht erlaubt, von den landesweiten Regelungen abzuweichen. „Das Impfen der Bürgerinnen und Bürger bei uns im Kreis scheitert mit Sicherheit nicht an der Bereitschaft der Bevölkerung. Gesundheitsminister Laumann muss Fakten und vor allem Möglichkeiten schaffen, damit wir die Menschen vor Ort schnellstmöglich mit dem dringend notwendigen Impfstoff versorgen und den Kampf gegen das Virus gewinnen können“, fordert Sundermann.

 

Finanzierung durch Corona-Rettungsschirm – bislang kaum genutzt

Zur Finanzierung der vorgeschlagenen Maßnahmen verweist Sundermann auf den Corona-Rettungsschirm, der bislang kaum genutzt worden sei. Von den angesetzten 25 Milliarden Euro seien gerade einmal fünf Milliarden verwendet worden. Sundermann: „Am Geld darf die flexible Lösung nicht scheitern, hier brauchen wir im Kreis Steinfurt mehr Unterstützung vom Land.“

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