Kein demokratischer Meilenstein: Landtagswahl 2022 weiterhin erst ab 18

Der Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sundermann (SPD), hat heute für die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre für die nächste Landtagswahl 2022 gestimmt. Bild: Büro Sundermann
Landtagsabgeordneter Sundermann enttäuscht über Ablehnung für Wahl ab 16 durch CDU/FPD

Kreis Steinfurt/Tecklenburger Land/Düsseldorf. Wenn es nach dem Willen der SPD im Landtag NRW gegangen wäre, dürften bei der nächsten Landtagswahl im Jahr 2022 auch die 16- und 17-Jährigen im Kreis Steinfurt und Tecklenburger Land ihre Stimme abgeben. Heute Nachmittag hat der Landtag über einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion beraten. Doch die Regierungsparteien CDU und FPD haben den Antrag abgelehnt.

 

Sundermann: Jungen Menschen aktive Beteiligung ermöglichen

Der Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sundermann (SPD), hat für eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre gestimmt und ist enttäuscht über das Abstimmungsergebnis: „CDU und FDP im Landtag NRW verweigern jungen Menschen die aktive Beteiligung an demokratischen Prozessen. Wählen ab 16 nicht nur bei Kommunal-, sondern auch bei Landtagswahlen zu ermöglichen, wäre ein Meilenstein in der demokratischen Geschichte Nordrhein-Westfalens gewesen.“

 

FDP mache sich unglaubwürdig

Insbesondere die FDP mache sich damit unglaubwürdig, sagt Sundermann. Auf ihrem Bundesparteitag im September beschloss die Partei, das Wahlalter herabzusetzen. „Erst zeigt sich der stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp begeistert von der Initiative seiner Partei, nun lässt er seinen Worten keine Taten folgen.“

 

Junge Menschen großes Interesse an politischen Themen

Sundermann: „Junge Menschen haben ein großes Interesse an politischen Themen, wie ihre Teilnahme an den Demonstrationen von ‚Fridays for Future‘ zeigt. Das Wahlrecht ist der Schlüssel zur politischen Teilhabe. Doch diese Chance haben CDU und FDP verspielt.“

 

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