Radweg am Schafberg soll höhere Priorität bekommen

Anwohner Benny Stöhner, Landtagsabgeordneter Frank Sundermann, Anwohner Jonas Kröner (12), der einen gefährlichen Weg zur Bushalte stelle hat, um nach Ibbenbüren zur Schule zu kommen, sowie Regionalratsmitglied Markus Gerweler (v.l.n.r.) haben sich vor Ort die Situation an der Straße Schafberg (L501) angeschaut. Bild: Büro Sundermann
Landtagsabgeordneter Sundermann: Gemeinde muss Antrag beim Land stellen – Prioritätenliste im Regionalrat

Westerkappeln/Düsseldorf. Die Landesstraße 501 ist am Schafberg zwischen den Gaststätten Sewester und ehemals Pötter für Fußgänger und Fahrradfahrer, insbesondere aber für die Schulkinder, die nach Ibbenbüren oder zur Grundschule Handarpe müssen, gefährlich eng und unübersichtlich. Um dort einen Bürgerradweg zu bauen, hatte es 2015 eine Bürgerversammlung mit Straßen.NRW gegeben. „Die Initiative ist bislang erfolglos geblieben, weil die Strecke zu steil für einen Bürgerradweg ist“, sagt der Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sundermann (SPD). Um eine andere Lösung zu finden, hatte er im vergangenen Jahr bei Straßen.NRW eine Verbreiterung der Straßenbankette vorgeschlagen. Leider vergeblich. Nun will Sundermann das Vorhaben eines Radwegs weiter vorantreiben. „Dafür muss aber zunächst die Gemeindeverwaltung von Westerkappeln tätig werden“, sagt Sundermann.

 

Straßen.NRW gegen Erweiterung des Seitenstreifens – Gemeinde muss tätig werden

Nachdem Sundermanns Vorschlag zur Erweiterung des Seitenstreifens, also der Bankette, im vergangenen Jahr von Straßen.NRW abgelehnt worden war, hatte er den Hinweis des Straßenbetriebs an die Bürgermeisterin weitergegeben, dass die Gemeindeverwaltung beim Land NRW einen Radweg für das Radwegeprogramm an Landesstraßen anmelden solle. Sundermann: „Das ist nach Auskunft von Straßen.NRW bis heute nicht geschehen. Darauf kann ich die Verwaltung bzw. die Bürgermeisterin nur erneut hinweisen. Wenn die Gemeinde offiziell einen Radweg angemeldet hat, kann ich mich in Düsseldorf gezielter dafür einsetzen, dass die Maßnahme möglichst bald begonnen wird“, sagt Sundermann.

 

Regionalrat in Münster priorisiert Radwegemaßnahmen

Die Radwegemaßnahmen an Landesstraßen werden vom Regionalrat in Münster priorisiert. Deshalb hat sich Sundermann jetzt vor Ort mit dem Kreistagsabgeordneten und Mitglied des Regionalrats, Markus Gerweler (SPD), sowie betroffenen Anwohnern am Schafberg getroffen. Gerweler hat sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht und seine Unterstützung für das Vorhaben im Regionalrat zugesagt. Der Regionalrat ist bei der Bezirksregierung in Münster angesiedelt und an Aufgaben in der Regionalentwicklung beteiligt. Dazu gehört auch der Bau von Rad- und Fußwegen. Sundermann: „Da laut Auskunft von Straßen.NRW auf meine Anfrage weder eine Verbreiterung des Randstreifens noch der Bau eines Bürgerradwegs für die komplette Strecke infrage kommen, muss das Land hier tätig werden und entlang der steilen Strecke einen Radweg bauen“, sagt Sundermann. Diese Radwegemaßnahme könne parallel zu einem Bürgerradwegebau vorgenommen werden.

 

Straßen.NRW: Für Befestigung der Bankette kein Platz

Die Anfrage Sundermanns bei Straßen.NRW zur Verbreiterung des Seitenstreifens hatte ergeben, dass für eine Befestigung der Bankette, also des Randstreifens, kein Platz sei. In dem Antwortschreiben heißt es: „Gleichwohl ist ein Sicherheitsgewinn für Radfahrer/Fußgänger auf einem relativ schmalen Streifen direkt neben der Fahrbahn nicht gegeben, da ein solcher Streifen auch immer von Kraftfahrzeugen mitgenutzt werden könnte.“ Diese Antwort sei für Sundermann nicht nachvollziehbar.

 

Wunsch nach Bürgerradweg ist bekannt

Immerhin sei bei Straßen.NRW und beim Regionalrat der Wunsch nach dem Bau eines Bürgerradweges bekannt und der Landesbetrieb würde sich mit 80.000 Euro und der Kreis Steinfurt mit 35.000 Euro pro Kilometer Radweg beteiligen. Wenn das Land grünes Licht gebe und den steilen Abschnitt übernehme, würden sich auch die Anwohner in einer Bürgerradwegsinitiative für den übrigen Streckenabschnitt weiterhin einsetzen, sagt der Anwohner und Mitinitiator Benny Stöhner.

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