Einzelzimmer für neue Bewohner – Fachkräftemangel spürbar

Im gemeinsamen Austausch unter der Vogelkirsche: Einrichtungsleiter Jörg Niemöller, Landtagsabgeordneter Frank Sundermann, Bürgemeisterkandidat Winfried Raddatz und Ratsmitglied Michael Puke (v.l.). Bild: Büro Sundermann
Haus der Diakonie: Sundermann im Austausch mit Niemöller über Coronazeit – 10 Jahre Baumaktion

Westerkappeln. Als das Haus der Diakonie in Westerkappeln vor zehn Jahren neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht hat, haben sich so viele Interessenten beworben, dass die Bewerbungsgespräche im Haus Bonhoeffer geführt werden mussten. Heute berichtet Einrichtungsleiter Jörg Niemöller im Gespräch mit Frank Sundermann, dem Landtagsabgeordneten für die Region, über den derzeit herrschenden Fachkräftemangel in der Pflege und über die aktuellen Herausforderungen der Coronapandemie. Und vor zehn Jahren war Sundermann schon einmal am Haus der Diakonie, als er dort den damaligen Baum des Jahres, eine Vogelkirsche, gepflanzt hat. Bei dem Gespräch nutzte Sundermann die Gelegenheit, „seinen“ Baum zu besuchen und zu schauen, wie er sich entwickelt hat.

 

Einer der größten von den elf gepflanzten Bäumen

Unter den mittlerweile ausladenden Zweigen der Vogelkirsche haben sich Sundermann, Niemöller, der SPD-Bürgermeisterkandidat Winfried Raddatz und Ratsmitglied Michael Puke über die aktuelle Situation in Coronazeiten ausgetauscht. „Der Baum ist wirklich super gewachsen und hat sich prächtig entwickelt. Ich glaube, er ist der größte von den elf Bäumen, die ich vor zehn Jahren im Tecklenburger Land gepflanzt habe“, sagt Sundermann, gelernter Gärtner und studierter Gartenbauingenieur. „Wir haben in den letzten Jahren den Standort noch verschönert und Hochbeete um den Baum herum angelegt“, sagt Niemöller.

 

Beschränkungen bei Besuchsregelung nicht einfach

Sundermann erkundigte sich bei Niemöller auch danach, wie sehr die Coronakrise den Alltag im Haus der Diakonie beeinflusse. „Die weiterhin geltenden Beschränkungen im Hinblick auf die Besuchsregelung sind für unsere Bewohnerinnen und Bewohner nicht einfach. Und die Angst, sich als älterer Mensch und einem erhöhten Risiko anzustecken, ist immer latent vorhanden, auch wenn mittlerweile eine gewisse Routine eingekehrt ist“, sagt Niemöller.

 

Sieben Tage Quarantäne für neue Bewohner

Wenn neue Bewohner in das Haus einziehen oder Bewohner von einem Krankenhausaufenthalt zurückkehren, müssten diese zunächst für sieben Tage in Quarantäne. „Sie dürfen natürlich Besuch empfangen und in die Gemeinschaftsräume. Auch werden sie selbstverständlich vom Sozialen Dienst auf ihren Zimmern betreut und die Behandlungspflege findet anstelle der Gemeinschaftsbetreuung in Form von Einzelbetreuung statt“, sagt Niemöller. Die grundpflegerische Betreuung sei auf jeden Fall gewährleistet. „Neue Bewohner dürfen jedoch für die Zeit der siebentägigen Quarantäne an keinen Gemeinschaftsveranstaltungen teilnehmen und auf kein Doppelzimmer, auch wenn sie eigentlich eins gebucht hätten. Deshalb müssen wir für dieses System immer zwei Einzelzimmer freihalten, was natürlich Kapazitäten bindet“, erläutert Niemöller.

 

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