Gibt es doch eine Chance auf den Kreisverkehr in Püsselbüren?

Die Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Frank Sundermann (SPD) bringt Schwung in die geforderte Kreisverkehrslösung

Westerkappeln/Ibbenbüren. Bereits vor einem Jahr, im Juni 2019, stellte die SPD Fraktion einen Antrag an den Rat der Stadt Ibbenbüren, sich für den Bau eines Kreisverkehrs in Püsselbüren einzusetzen. Im Juli wurde dieser einstimmig vom Rat angenommen. Jetzt hat Frank Sundermann als zuständiger Landtagsabgeordneter mit einer sogenannten „Kleinen Anfrage“ an die Landesregierung erneut nachgehakt, denn die Verkehrssituation hat sich keineswegs verbessert. Im Gegenteil geschah im Mai dieses Jahres erneut ein schwerer Unfall, der die Forderung der SPD untermauert.

Wie im SPD-Antrag und dem anschließenden Ratsbeschluss gefordert, hatte sich die Verwaltung in 2019 an Straßen.NRW als obersten Straßenbaulastträger gewandt und den Bau eines Kreisverkehres eingefordert. Fast zeitgleich besuchte Verkehrsministers Wüst Ibbenbüren und schaute sich die Situation vor Ort „live auf dem Fahrrad“ an. Trotzdem wurde damals der Wunsch der Ibbenbürener abgelehnt. Als Grund wurde ausgeführt, dass die Unfallstatistik zu unauffällig und das Verkehrsaufkommen im besagten Kreuzungsbereich vertretbar seien.

Sundermann hakt nach

Jetzt hat sich Sundermann noch einmal der Thematik angenommen, denn ohne Zweifel ist der Kreuzungsbereich Püsselbürener Damm mit der Jordanstraße und der Straße „Zum Esch“ ein neuralgischer Verkehrsknotenpunkt, den es unbedingt zu verbessern gelte. In seiner Kleinen Anfrage fragte Sundermann nun bei der Landesregierung nach, wie hoch die Kosten für den Bau eines Kreisverkehres zu veranschlagen wären und wann die Landesregierung den Bau denn endlich in ihre Prioritätenliste aufnehmen werde. Ebenso fragte Sundermann nach möglichen Alternativen, sofern der Wunsch der Bevölkerung erneut abgelehnt würde. Als solide Basis für die Entscheidung soll die Unfallstatistik in der Antwort dargestellt werden.

Gemeinsames Vorgehen aller Parteien wird begrüßt

Sehr erfreut zeigte sich die SPD Fraktion darüber, dass die CDU ihren Antrag nun so tatkräftig unterstützen wolle. Es müsse zwar kein neuer Antrag gestellt werden, aber eine gemeinsame Aktion unter Nutzung aller Netzwerke Richtung Kreis und Land werden der weiteren Entwicklung sicherlich förderlich sein. „Gemeinsam können wir natürlich mehr erreichen,“ ist sich Guido Oelgemöller sicher, Wahlkreisvertreter der SPD für Püsselbüren. „Wenn sich die Kolleg*innen der CDU nun ebenfalls lautstark zu Worte melden, dann werden wir sicherlich endlich in Düsseldorf Gehör finden.“

Der Plan scheint aufzugehen: Ausgelöst durch die kleine Anfrage von Frank Sundermann wurde die Verwaltung nun bereits offiziell vom Landrat aufgefordert, sich erneut zur Sachlage zu äußern. Auch die Unfallstatistik wurde abgefragt. Die Verwaltung hat jedenfalls erneut die Dringlichkeit der Maßnahme bestätigt. Bleibt zu hoffen, dass der „Ball nun weiter gut in Richtung Düsseldorf rollt“ und die Baumaßnahme kurzfristig positiv beschieden und dann auch umgesetzt wird. Die Lokalpolitiker*innen unterschiedlicher Couleur bleiben dran, genau wie der Landtagsabgeordnete Sundermann.