Sind Unternehmen im Kreis vom Brexit betroffen?

„Betrifft der Brexit auch die Unternehmen im Kreis Steinfurt?“, fragt der SPD-Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sunder-mann. Bild: Pixabay
Landesregierung muss Maßnahmen ergreifen, um Brexit abzufedern

Kreis Steinfurt/Tecklenburger Land. „Betrifft der Brexit auch die Unternehmen im Kreis Steinfurt?“, fragt der SPD-Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sundermann. Denn der Austritt von Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union wird zu teils deutlichen Einkommensverlusten führen. Eine kürzlich veröffentlichte Bertelsmann-Studie geht bundesweit bei einem harten Brexit von Einkommensverlusten in Höhe von zehn Milliarden Euro aus.

 

Fragen nach konkreten Zahlen und klarer Strategie

„Nordrhein-Westfalen wird es mit rund 558 Millionen Euro Einkommensverlusten besonders treffen“, warnt Sundermann. Deshalb hat er jetzt die schwarz-gelbe Landesregierung in einer Kleinen Anfragen nicht nur nach konkreten Zahlen zu den betroffenen Unternehmen im Kreis Steinfurt gefragt, sondern auch eine klare Strategie und Maßnahmen gefordert, um die Auswirkungen des Brexits auf die hiesigen Unternehmen möglichst abzufedern.

 

Welche Auswirkungen hat Brexit auf den Kreis Steinfurt?

„Wir müssen wissen, wie viele Unternehmen im Kreis Steinfurt vom Brexit betroffen sein werden und welche Auswirkungen der Brexit aus Sicht der Landesregierung auf den Regierungsbezirk Münster, insbesondere auf den Kreis Steinfurt, haben wird“, sagt Sundermann, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

 

Lokale Unternehmen werden Brexit zu spüren bekommen

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union werde gravierende Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung in ganz Europa, in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen haben. „Noch ist unklar, wie sich dies auf die einzelnen Regionen unseres Bundeslandes niederschlagen wird. Auch hier im Kreis Steinfurt sind Unternehmen angesiedelt, die die Auswirkungen des Brexits zu spüren bekommen könnten“, sagt Sundermann.

 

„Landesregierung hat keine klare Strategie“

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart habe kürzlich auf Basis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft argumentiert, dass ein „weicher Brexit“ für Nordrhein-Westfalens Regionen auch Chancen bieten würde. „Allerdings scheint die Landesregierung an dieser Stelle keine klare Strategie zu haben und sich auf diese Studie zu verlassen. Andere Bundesländer, wie Hessen und Niedersachsen, haben sich viel langfristiger mit den möglichen Folgen auseinandergesetzt und fundiert vorbereitet“, gibt Sundermann zu bedenken.

 

Mit welchen Maßnahmen werden Auswirkungen abgefedert?

Deshalb möchte der SPD-Politiker von der Landesregierung wissen, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Auswirkungen des Brexits in NRW und auf die NRW-Regionen einzudämmen. Sundermann: „Welche besonderen Initiativen ergreift die Landesregierung für den Kreis Steinfurt?“ Wichtig sei auch zu wissen, welche Auswirkungen die Landesregierung auf die Förderkulisse der Europäischen Union für die Entwicklung im nordrhein-westfälischen ländlichen Raum durch den Brexit erwartet.

 

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