„Europa muss besser bei den Menschen ankommen“

Rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren nach Rheine gekommen, um mit dem Europaabgeordneten aus Osnabrück, Tiemo Wölken, dem SPD-Landtagsabgeordneten und europapolitischen Sprecher Rüdiger Weiß aus dem Kreis Unna Rüdiger Weiß, Dr. Angelika Kordfelder, Vorsitzende der Europa-Union im Kreis Steinfurt, Jürgen Coße, Vorsitzender der SPD im Kreis Steinfurt und Vizepräsident des Euregio-Rates sowie dem SPD-Landtagsabgeordneten und wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, Frank Sundermann (v.l.), darüber zu diskutieren, wie die Kommunen im Kreis Steinfurt noch besser von Europa profitieren können. Bild: Wahlkreisbüro Sundermann
Diskussionsveranstaltung mit Politikern aus Europaparlament, Land- und Kreistag

Rheine/Kreis Steinfurt. „Unser Ziel ist es, aus europainteressierten Menschen europabegeisterte Menschen zu machen“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Frank Sundermann zur Begrüßung. Gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen, dem europapolitischen Sprecher Rüdiger Weiß aus dem Kreis Unna, hat Sundermann die Diskussionsveranstaltung „Europa vor Ort“ in Rheine initiiert, um mit den Bürgern darüber zu diskutieren, wie die Städte und Gemeinden im Kreis Steinfurt stärker von Europa profitieren können.

 

Europa-Experten und Europakandidatin Weiser zu Gast

Als Europa-Experten saßen außerdem der Europaabgeordnete aus Osnabrück, Tiemo Wölken, Dr. Angelika Kordfelder, Vorsitzende der Europa-Union im Kreis Steinfurt, und Jürgen Coße, Vorsitzender der SPD im Kreis Steinfurt und Vizepräsident des Euregio-Rates, auf dem Podium. Sarah Weiser, die SPD-Europakandidatin für das Münsterland bei der Europawahl am 26. Mai, war privat als Gast vorbeigekommen.

 

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer füllten den Saal im Restaurant „Zum Uhlenhook“. Bild: Wahlkreisbüro Sundermann

 

Weiß: „Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Europa stärken“

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer füllten den Saal im Restaurant „Zum Uhlenhook“. Sie folgten zunächst den Ausführungen von Rüdiger Weiß über die Ziele der SPD in Nordrhein-Westfalen: „Wir wollen die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und Europa stärken. Europa muss besser bei den Menschen ankommen und die Menschen müssen besser in Europa ankommen.“ Es gebe so viele Projekte, die hier vor Ort in den Städten und Gemeinden mit EU-Geldern ermöglicht wurden. „Doch die Menschen können das oft gar nicht wissen. Wir müssen das noch deutlicher machen und öffentlich kommunizieren“, sagt Weiß. Da seien auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gefragt.

 

Kordfelder: „Wir müssen den jungen Menschen eine Chance geben“

Als Angelika Kordfelder die Aktionen und Initiativen der Europa-Union im Kreis Steinfurt erläuterte, war ihr eines besonders wichtig: „Wir müssen den jungen Menschen eine Chance geben und ihnen vertrauen. Ihre Ideen klappen immer.“ Die jungen Mitglieder seien so engagiert und kreativ. Ihr Appell, die Jugend zu fördern, traf bei den Zuhörern auf offene Ohren und große Zustimmung. Thematisch sei die Europa-Union breit aufgestellt und sensibilisiere mit der neuen Initiative „Aufwachen#EuropaMachen“ nicht nur für die Europawahl am 26. Mai, sondern auch für die Bedeutung von Krieg und Frieden.

 

Die Zuhörer folgten zunächst den Ausführungen von Rüdiger Weiß über die Ziele der SPD in Nordrhein-Westfalen: „Wir wollen die Zusammenar-beit zwischen den Kommunen und Europa stärken. Europa muss besser bei den Menschen ankommen und die Menschen müssen besser in Europa ankommen.“ Bild: Wahlkreisbüro Sundermann

 

Wölken: „Europa muss gerecht und solidarisch vorgehen“

Der 33-jährige Europaabgeordnete Tiemo Wölken möchte nicht nur das Durchschnittsalter im Europaparlament, sondern auch die Jugendarbeitslosigkeit in Europa senken, die in Spanien bei über 30 Prozent und in Griechenland sogar bei fast 40 Prozent liege: „Eine so starke Wirtschaftsunion wie Europa muss gerecht und solidarisch vorgehen. Da muss man mit Blick auf die Exportzahlen auch selbstkritisch sein.“ Bei der freiwilligen Aufnahme von Flüchtlingen fordert er eine direkte Unterstützung der Kommunen durch die EU: „Ich bin begeistert, dass in NRW über dieses Modell bereits nachgedacht wird.“

 

Coße fordert, den konkreten Nutzen der EU deutlicher zu machen

Ebenso wie Wölken sprach sich auch Coße dafür aus, den konkreten Nutzen der EU für die Menschen deutlicher zu machen. Sei es in der Sicherheit von Medikamenten und medizinischen Geräten, beim Bekämpfen des Krankenhauskeims oder der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Polizei. „Ein wichtiges Stichwort ist Freiheit. Während weltweit nur vier Prozent der Menschen in Freiheit leben, sind es in Europa über 80 Prozent. Deshalb sollten wir die Möglichkeiten der Freiheit nicht den jungen Leuten wegnehmen, denn das ergibt auch Wohlstand und Wirtschaftskraft.“

 

Sarah Weiser kandidiert bei der Europawahl am 26. Mai für das Münsterland.

 

Weiser: SPD steht wie keine andere Partei für ein sozialeres Europa

Als Kandidatin für die Europawahl betonte Sarah Weiser: „Die Wählerinnen und Wähler müssen im Mai darüber entscheiden, in welcher EU sie leben wollen. Die SPD steht wie keine andere Partei für ein sozialeres, solidarischeres und offenes Europa.“ Die EU sei eben nicht nur eine Wirtschaftsunion, sondern auch die Garantie für Frieden und soziale Gerechtigkeit. Sundermann betonte zum Abschluss auch mit Blick nach Großbritannien und auf die antieuropäischen Bewegungen: „Die SPD hat die solidarische Pflicht, sich gegen diese Fliehkräfte zu stellen. Die Solidarität ist eines der Fundament der Demokratie.“

 

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