Kohletradition bewahren: Bergleute zieren Landtag

Wollen die Kohletradition auch nach dem Ende des Bergbaus bewahren: SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Kutschaty, Fotografin Eva Rammes und Landtagsabgeordneter Frank Sundermann (v.l.) vor den Exponaten der Ausstellung "Glück auf - Was bleibt?". Bild: Wahlkreisbüro Sundermann
Fotoausstellung zum Bergbau eröffnet: Bis 15. Februar im Landtag

Ibbenbüren/Düsseldorf. Fotos von Ibbenbürener Bergleuten, die nun – zumindest offiziell – keine mehr sind, von ihrer Kleidung, die nun ausgedient hat, von Fördertürmen und Halden, die nun stillgelegt sind, schmücken für einen Monat die Wände des Landtags in Düsseldorf. Die Fotoausstellung „Glück auf – Was bleibt?“ der Ibbenbürener Fotografin Eva Rammes ist dort jetzt mit einer Vernissage eröffnet worden.

 

Die letzten Jahre des Ibbenbürener Bergbaus festgehalten

Dazu eingeladen hatte der SPD-Landtagsabgeordnete des Tecklenburger Landes, Frank Sundermann: „Die Fotos haben etwas Melancholisches an sich, verbreiten aber auch eine Aufbruchstimmung.“ Rammes hatte in ihren Bildern die letzten Jahre des Ibbenbürener Bergbaus festgehalten, bevor vor wenigen Wochen die letzte Kohle zutage gefördert wurde. Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Februar im Düsseldorfer Landtag zu sehen.

 

Der Knappenverein Tecklenburger Land war zur Ausstellungseröffnung nach Düsseldorf gekommen. Bild: Wahlkreisbüro Sundermann

 

Aus der Ferne betrachtet: Ibbenbürener Bergbau als etwas Besonderes

„Als ich in Hamburg Kommunikationsdesign studiert habe und dort nach einem Thema für meine Masterarbeit gesucht habe, kam mir aus der Ferne der Bergbau in meiner Ibbenbürener Heimat als etwas ganz Besonderes vor“, erklärt Rammes die Entstehungsgeschichte ihrer Fotos. Vor rund 60 Besucherinnen und Besuchern, die zum Großteil mit einem Bus aus dem Tecklenburger Land angereist waren, eröffneten Sundermann und Rammes die Ausstellung im Foyer vor dem SPD-Fraktionssaal. Unter den Besuchern waren auch Mitglieder vom Steigerchor sowie des Knappenvereins Tecklenburger Land und des Musikvereins Glückauf e.V.

 

Fraktionsvorsitzender Kutschaty: Kohletradition bewahren

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Thomas Kutschaty, war zur Eröffnung gekommen und zeigte sich beeindruckt von den Bildern: „Meine Heimatstadt Essen hat ebenso wie Ibbenbüren auch eine lange Kohletradition, die die Menschen dort prägt. Mit dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein will die Stadt diese Tradition auch in Zukunft tragen und bewahren.“

 

Die Besucherinnen und Besucher betrachteten mit Interesse die Aufnahmen der Bergleute und Details aus dem Ibbenbürener Bergbau. Dazu gehörten neben den Bergleuten selbst auch Details wie Grubenlampen, Arschleder, die Halden und Gebäude.

 

Sundermann: Auszubildende haben Gemeinschaftsgefühl weitergetragen

Um auch die Ibbenbürener Bergmannskultur und die letzten Tage des Ibbenbürener Steinkohlebergbaus für die Nachwelt zu bewahren, will die Ibbenbürener Fotografin demnächst noch ein letztes Mal das Bergwerk besuchen. Sundermann verwies auf die 5.000 Meter Strecke in 1.600 Meter Tiefe, die die Bergleute unter Tage hinter sich gebracht haben, auf die 6.000 Mitarbeiter des Bergwerks und vor allem auf die 2.500 Auszubildenden, die in den letzten 25 Jahren das Bergwerk verlassen haben und das besondere Solidaritäts- und Gemeinschaftsgefühl in ihre neue Berufswelt hineingetragen haben. Wenn man danach frage, was vom Ibbenbürener Bergbau in Zukunft bleibt, so habe Sundermann eine klare Antwort: „Was bleibt: Glück auf“!

 

Einblicke in die Ausstellung „Glück auf – Was bleibt?“ von Eva Rammes. Bild: Wahlkreisbüro Sundermann

 

Ausstellung bis zum 15. Februar im Landtag zu sehen

Die Ausstellung im Landtag von Nordrhein-Westfalen kann noch bis zum 15. Februar besucht werden. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 9 bis 16 Uhr, freitags 9 bis 14 Uhr. Weitere Informationen bei Regina Kemper, E-Mail: regina.kemper@nulllandtag.nrw.de, Telefon: 0211/884 2266.

 

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