Bekommt Ibbenbüren eine Hochschule?

Sundermann informiert sich über Pläne für ehemalige Bergbauflächen

Ibbenbüren. „Gibt es Überlegungen oder Planungen, einen Hochschulstandort oder Teilstandort in der Kohleregion Ibbenbüren zu gründen?“, fragt der Landtagsabgeordnete des Tecklenburger Landes, Frank Sundermann (SPD), die schwarz-gelbe Landesregierung in Düsseldorf. Hintergrund seiner Anfrage ist die Aussage der Landesregierung, dass neu gegründete Fachhochschulen den ehemaligen Steinkohlebergbau-Regionen eine konkrete und nachhaltige Zukunftsperspektive bieten können. Sundermann: „Das Kohlerevier Ibbenbüren steht vor denselben Herausforderungen wie das Ruhrgebiet, wo bereits 2009 mehrere Fachhochschulen gegründet wurden. Wird denn auch die Kohleregion Ibbenbüren berücksichtigt?“

 

Sundermann für grenzüberschreitende Hochschulen

Jüngst konnte man laut Sundermann den Medien entnehmen, dass die EU-Kommission derzeit die Gründung von 20 Europa-Universitäten fördert. Die Landesregierung wolle eine solche Fachhochschule zwischen Venlo und Nettetal schaffen. „Ich befürworte und unterstütze die Idee grenzüberschreitender Hochschulen. Wäre eine Kooperation mit den Niederlanden nicht auch was für uns im Tecklenburger Land? Doch wenn demnächst das Geld nach Venlo geht, befürchte ich, dass unsere Region leer ausgeht.“

 

Wie bewertet Regierung strukturpolitische Bedeutung der Kohleregion?

Derzeit beschäftige sich zudem die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ mit den Herausforderungen des Strukturwandels u.a. in der Region des Rheinischen Reviers. Im Zuge dessen habe die schwarz-gelbe Landesregierung Ideen und Forderungen für die weitere Entwicklung des Reviers ausgearbeitet, wie zum Beispiel die Schaffung von Fachhochschulen. Sundermann: „Bewertet die Landesregierung die strukturpolitische Bedeutung einer möglichen Hochschule in der Kohleregion Ibbenbüren so, wie sie es für die Standorte im Ruhrgebiet und im Rheinischen Revier sieht? Und sieht die Landesregierung für die Kohleregion Ibbenbüren ähnliche Voraussetzungen und Notwendigkeiten wie im Rheinischen Revier?“

 

Wurde Bewerbung der Euregio-Region bei der EU-Kommission geprüft?

Außerdem habe Sundermann die Landesregierung gefragt, ob sie eine Bewerbung der Euregio-Region mit einem Standort in der Kohleregion Ibbenbüren für die von der EU-Kommission geförderte Gründung von Europa-Universitäten geprüft habe. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich bereits in einem laufenden Prozess der „Kohlekonversion“, um das entstehende Vakuum zu füllen. „Hierbei geht es um eine innovative Nutzung der Flächen für eine zukunftsweisende Struktur der Region, wozu ein grenzüberschreitender Hochschulstandort zwischen Ibbenbüren und den Niederlanden beitragen könnte“, sagt Sundermann.

 

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