Freiwillige Feuerwehr: Wie ist die Lage?

Besichtigten die Feuerwehr in Brochterbeck: v.r.n.l. Manfred Kleine Niesse, Vorsitzender vom VdF Kreis Steinfurt e.V., Thorsten Steuter, Markus Ibeler, Tecklenburgs Bürgermeister Ste-fan Streit, Landtagsabgeordneter Frank Sundermann, Wieland Fort-meyer, Leiter Feuerwehr Tecklenburg, sowie Florian Luchterhand und Udo Kreimeyer.
Sundermann fragt nach Hilfen für Feuerwehren im ländlichen Raum

Kreis Steinfurt. Gleich vier Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr muss die Stadt Tecklenburg unterhalten und finanzieren, um gesetzliche Vorgaben, wie etwa die Anfahrtszeit zu einem Einsatzort, einzuhalten. „Diese Situation stellt viele ländlich geprägte Flächenkommunen im Tecklenburger Land, wie beispielsweise auch Westerkappeln, Lotte oder Hopsten mit zwei oder drei Löschzügen bzw. Löschgruppen vor große finanzielle Herausforderungen“, sagt der Landtagsabgeordnete des Tecklenburger Landes, Frank Sundermann (SPD). Nachdem er sich vor einigen Wochen in Brochterbeck die schwierige Situation der Feuerwehr persönlich angeschaut habe, fordert er nun die schwarz-gelbe Landesregierung in Düsseldorf dazu auf, ihre Bemühungen, Hilfen und die finanziellen Fördermöglichkeiten für Feuerwehren in ländlichen Flächenkommunen darzulegen.

 

„Wie wird angemessene Ausstattung der Feuerwehren gewährleistet?“

„Das Vorhalten von Feuerwehren ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinden und Städte. Dafür müssen sie Geld ausgeben und investieren“, ergänzt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. „In einer sogenannten Kleinen Anfrage habe ich die Landesregierung gefragt, wie eine angemessene Ausstattung der Feuerwehren in ländlichen Flächenkommunen gewährleistet wird“, sagt Sundermann.

 

Freiwillige Feuerwehren gewährleisten Brandsicherheit

Schließlich gehöre zu den wichtigsten Aufgaben der Kommunen die Brandsicherheit, die insbesondere in größeren Städten durch Berufsfeuerwehren, aber im ländlichen Bereich häufig eben ‚nur‘ durch Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr gewährleistet werden kann. Darüber hinaus sei die Feuerwehr bei Unfällen, Katastrophen und in anderen Notsituationen im Einsatz.

 

Mehrere Löschzüge: Flächenkommunen haben finanziell zu kämpfen

Gerade in den Bereichen großer Flächenkommunen mit mehreren Ortsteilen, wie beispielsweise Tecklenburg, Westerkappeln, Hopsten oder Lotte sei die Aufgabe für die Kommunen als Trägerinnen nur schwer finanziell zu stemmen. Sundermann: „Wo in größeren Städten oftmals nur eine oder wenige konzentrierte Feuerwehrwachen ausreichen, muss in den großen Flächenkommunen häufig in jedem Ortsteil eine Feuerwehrwache mit dazugehörigem Personal, Technik, Fuhrpark und sonstiger Ausstattung vorgehalten werden.“ Deshalb habe Sundermann zunächst grundsätzlich danach gefragt, wie die Landesregierung die Situation für ländliche Flächenkommunen bewertet.

 

Welche finanziellen Fördermöglichkeiten gibt es für Kommunen?

Sundermann interessiert außerdem: „Mit welchen Bemühungen unterstützt die Landesregierung die Kommunen in ihrer Aufgabe, damit besonders im ländlichen Raum eine flächendeckende Brandsicherheit und dafür notwendige schnelle Einsatzbereitschaft der Feuerwehren gewährleistet werden kann?“ Wichtig sei auch zu wissen, welche finanziellen Förderungsmöglichkeiten es für Kommunen seitens des Landes und anderer gebe, um Investitionen im Bereich ihrer Feuerwehren durchführen zu können. Sundermann: „Und welche weiteren Lösungen und Hilfen sieht die Landesregierung für solche Kommunen?“

 

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