Freie Schule: Lernen, sich selbst zu organisieren

Der Landtagsabgeordnete für die Region, Frank Sundermann (r.), hat sich auf seiner Heimat-Tour durch das Tecklenburger Land jetzt vor Ort bei Hermann Stubbe, Vorsitzender vom Verein "Freie Schule Tecklenburger Land e.V." und der Geschäftsführerin Susanne Frömel über den Schulalltag an der Freien Schule in Ibbenbüren informiert. Bild: Wahlkreisbüro Sundermann
Sundermann besucht Freie Schule Tecklenburger Land in Ibbenbüren

Freie Alternativschulpädagogik nennt sich das Konzept der Freien Schule Tecklenburger Land. Der Landtagsabgeordnete für die Region, Frank Sundermann (SPD), hat sich auf seiner Heimat-Tour durch das Tecklenburger Land jetzt vor Ort über den Schulalltag an der Freien Schule in Ibbenbüren informiert. Hermann Stubbe, Vorsitzender vom Verein „Freie Schule Tecklenburger Land e.V.“, und Geschäftsführerin Susanne Frömel haben ihn durch das Gebäude an der Wilhelmstraße geführt und das Konzept erläutert, das neben der sogenannten Freinet-Pädagogik auf der Pädagogik von Maria Montessori mit dem Leitspruch „Hilf mir, es selbst zu tun“ basiert.

 

Reformpädagogische Grund- und Realschule – staatlich anerkannt

Die Freie Schule Tecklenburger Land ist eine reformpädagogische Grund- und Realschule. Sie gehört zu den staatlich anerkannten Ersatzschulen und wurde 2010 von Eltern und Pädagogen gegründet. „Hier lernen die Schülerinnen und Schüler vor allem, sich selbst zu organisieren“, erklärt Stubbe. „Aus Erfahrungsberichten wissen wir, dass unsere Schüler, die sich entscheiden, anschließend das Abitur zu machen, in der Oberstufe sehr gut zurechtkommen, selbstständig arbeiten und sich gut organisieren können.“

 

Jahrgangs- und fächerübergreifender Unterricht beeindruckt Sundermann

Das Konzept basiere vor allem darauf, dass es keine Klassen und Fächer gibt, sondern jahrgangs- und fächerübergreifend im sogenannten vernetzten Unterricht gelehrt wird. Noten gibt es erst ab der 9. Klasse. In der sogenannten Freiarbeit können die Schülerinnen und Schüler sich mit den Themen und Inhalten beschäftigen, die ihnen wichtig sind. „Es hat mich sehr beeindruckt, wie hier der Unterricht themen- und fächerübergreifend gestaltet wird und dass die Schülerinnen und Schüler lernen, das Gelernte den anderen zu präsentieren“, sagt Sundermann. Die Freie Schule sei in der Schullandschaft eine mögliche Alternative zur Regelschule, ohne darüber urteilen zu wollen, welche Schulform die bessere sei.