Mehr Tempo – weniger Haltestellen?

Auf seine Kleine Anfrage vom 22. Oktober an die schwarz-gelbe Landesregierung, wie eine angemessene, gleichwertige Ausstattung der Feuerwehren in ländlichen Flächenkommu-nen gewährleistet werde, hat der Landtagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Frank Sundermann (SPD), nur eine ausweichende Antwort erhalten. Bild: Büro Sundermann
Rhein-Ruhr-Express: Sundermann für Erhalt von Haltestellen

Lienen/Lengerich. Der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) plant, ab Dezember 2019 einen Rhein-Ruhr-Express (RRX), den heutigen RE 2, von Düsseldorf über Münster bis nach Osnabrück durchfahren zu lassen. „Ich befürchte jedoch, dass diese Pläne aufgrund wegfallender Haltestellen zum Nachteil für Hunderte Berufspendler, Studenten und Schüler in den Ortschaften Kattenvenne, Westbevern, Ostbevern, Lengerich, Natrup-Hagen und Hasbergen sind“, gibt Frank Sundermann (SPD), Landtagsabgeordneter für diese Region, zu bedenken. „Deshalb fordere ich die schwarz-gelbe Landesregierung auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation für die betroffenen Bahnreisenden, die auf einen halbstündlichen Takt angewiesen sind, nicht zu verschlechtern“, sagt Sundermann.

 

Schnelle Verbindung oder halbstündliche Anbindung?

Das heiße im Klartext: „Legt die Landesregierung die Priorität auf eine schnelle Verbindung des neuen RXX oder auf eine weiterhin garantierte halbstündliche Anbindung aller bisher angefahrenen Haltestellen der RB 66?“ Denn die Einrichtung des RXX könne dazu führen, dass die Verbindung RB 66 auch in Stoßzeiten nur noch im stündlichen statt wie bisher im halbstündlichen Takt fährt. Sundermann: „Es könnte eine Zeitfrage sein, um Anschlusszüge an den größeren Haltestellen wie Osnabrück, Münster, Essen etc. zu erreichen. Ich befürchte, dass Haltestellen entfallen könnten, um die Fahrtzeiten weiterhin einzuhalten.“

 

Keine Klarheit über Halt in Kattenvenne

Wenn der künftige RXX auch in Kattenvenne und anderen Ortschaften hielte und dadurch der heutige Halbstundentakt gewährleistet bliebe, wäre dies nicht weiter schlimm. „Zwar gibt es tatsächlich Hinweise darauf, dass der RXX zwischen Münster und Osnabrück auch in Kattenvenne und Natrup-Hagen halten werde, doch gibt es dazu keine klaren Aussagen“, sagt der SPD-Abgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecher Sundermann. Deshalb fordere er jetzt von der Landesregierung aktuelle Informationen sowie eine Bewertung dieser Problematik.

 

Sundermann in Kontakt mit Bahn und NWL

Sundermann habe sich in dieser Sache außerdem an den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn, Werner Lübberink, gewandt und in einem Schreiben an die Bahn sowie den NWL die Fragen und Bedenken der Region dargestellt.

 

Was unternimmt die Landesregierung für die Pendler der Region?

In einer Kleinen Anfrage an die schwarz-gelbe Landesregierung, die binnen vier Wochen darauf antworten muss, fragt Sundermann außerdem danach, was die Landesregierung bisher unternommen habe, um die Situation für die betroffenen Berufspendler, Studenten, Schüler und Bahnreisenden, die auf einen halbstündlichen Takt angewiesen sind, nicht zu verschlechtern. Sundermann: „Ich frage mich, welche weiteren Maßnahmen die Landesregierung ergreift, um die Situation nicht zu verschlechtern.“

 

Pressemitteilung Rhein-Ruhr-Express als PDF