Grundwasser besser schützen

Frank Sundermann (SPD): „Für die bisher zur Zahlung von Straßenausbaubeiträgen verpflichte-ten Grundstückseigentümer wäre die Abschaffung der Straßenaus-baubeiträge eine deutliche Entlastung." Bild: Büro Sundermann
Nitrat gelangt bei unsachgemäßer Düngung ins Grundwasser

Kreis Steinfurt/Tecklenburger Land. Es ist bekannt und erwiesen, dass durch das unsachgemäße Ausbringen von Gülle bzw. stickstoffhaltiger Düngung in der Landwirtschaft Nitrat ins Grundwasser gelangt und schließlich auch im Trinkwasser landen kann. Im Münsterland wirkt sich die industrielle Massentierhaltung ganz besonders auf die Belastung der Gewässer aus, so dass der EU-gesetzte Nitrat-Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter teilweise um das Vielfache überschritten wird.

 

Wie hat sich Nitratbelastung im Kreis Steinfurt seit 2005 entwickelt?

Vor diesem Hintergrund will der Landtagsabgeordnete des Tecklenburger Landes, Frank Sundermann (SPD), von der nordrhein-westfälischen Landesregierung wissen, wie sich die Nitratbelastung im Kreis Steinfurt seit 2005 entwickelt hat und welche Schritte die Mitte-Rechts-Koalition ergreift, um die Nitratgrenzwerte im Grundwasser konsequent einzuhalten.

 

Sundermann: Wie wirksam sind die bisherigen Maßnahmen gegen Nitrat?

Sundermann: „Ich frage mich auch, ob in den Bereichen des Kreises Steinfurt, in denen es Kooperationen zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft gibt, die Nitratwerte seit Beginn der Kooperation gesunken sind.“ Falls nicht, müsse man sich fragen, wie wirksam diese Maßnahmen wirklich sind und ob hier nicht mehr getan werden müsse. Sundermann habe in einer Kleinen Anfrage an die NRW-Landesregierung konkret danach gefragt, ob bzw. welche Überschreitungen des Nitrat-Grenzwertes seit 2005 vorgekommen sind und wie sich die Werte im Kreis Steinfurt entwickelt haben.

 

Welche Maßnahmen sind im Rahmen der Düngeverordnung geplant?

Außerdem fragt der SPD-Abgeordnete danach, welche Maßnahmen die Landesregierung im Rahmen des §13 der Düngeverordnung für die am stärksten belasteten Bereiche im Kreis Steinfurt plane? „Man muss sich vor Augen führen, dass es in Deutschland auch Regionen gibt, in denen kaum Nitrat im Grundwasser landet, weil es dort nicht hingehört. Außerdem ist der EU-Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter nicht übervorsichtig gesetzt, sondern bereits eine kritische Marke“, sagt Sundermann.

 

Zu viel Nitrat bedroht Menschen, Tiere, Gewässer-Ökosystem

Zu viel Nitrat im Grundwasser bedrohe nämlich nicht nur den Menschen, sondern das gesamte Ökosystem der Gewässer und den Lebensraum von Tieren. Zusätzlich müsse mit Nitrat belastetes Grundwasser mit viel Aufwand zu Trinkwasser aufbereitet werden, was zu steigenden Kosten für die Verbraucher führen werde.

 

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