„Kohleregion Ibbenbüren darf nicht vergessen werden“

Der Abbau von Steinkohle endet in Bergwerk Ibbenbüren Ende 2018 endgültig. Hier ist der Förderturm des Von Oeyenhausenschachts zu sehen. Bild: Ramsch

Ruhrgebietskonferenz – Landtagsabgeordneter Sundermann mahnt schwarz-gelbe Landesregierung

 

Ibbenbüren/Tecklenburger Land. „Das Kohlerevier Ibbenbüren steht durch den Ausstieg aus der Kohleförderung Ende 2018 vor denselben Herausforderungen wie das Ruhrgebiet. Der Steinkohlebergbau hat die Region geprägt und die Kommunen Ibbenbüren, Mettingen, Recke, Hörstel, Westerkappeln und Hopsten zu einer Kohlegemeinschaft zusammenwachsen lassen”, sagt der hiesige Landtagsabgeordnete Frank Sundermann (SPD).

 

Hintergrund: Ruhrgebietskonferenz

Vor dem Hintergrund, dass die schwarz-gelbe Landesregierung um Minister Stephan Holthoff-Pförtner eine langfristig angelegte Ruhrgebietskonferenz plane, die ein Leitbild für den Strukturwandel des Ruhrgebiets bis zum Jahr 2030 entwerfen soll, gibt Sundermann in einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung zu bedenken: „Die Kohleregion Ibbenbüren darf nicht vergessen werden. Zwar wird der Rückzug aus der Grube einige Jahre dauern, so dass die Standorte der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH nicht sofort wegfallen.“

 

Warum wird Kohleregion Ibbenbüren nicht berücksichtigt?

„Dennoch müssen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft den laufenden Strukturwandel gestalten, um das entstehende Vakuum der ehemaligen Kohleförderung zu füllen. Hierbei geht es vor allem um die künftige Nutzung der Areale und alternative Gewerbeflächen“, sagt Sundermann. Mit der sogenannten „Kohlekonversion“ soll der Strukturwandel gelingen. „Vor diesem Hintergrund habe ich jetzt die schwarz-gelbe Landesregierung in einer Kleinen Anfrage um Antwort gebeten, warum die Kohleregion Ibbenbüren in ihrer geplanten und angekündigten Ruhrgebietskonferenz nicht berücksichtigt wird und warum sich die Regierung nur auf die Ruhrregion beschränkt, obwohl die Herausforderungen in der Kohleregion Ibbenbüren ähnlich sind.“

 

Welche Landesmittel für Strukturwandel in Ibbenbüren?

Sundermann habe außerdem danach gefragt, ob die Landesregierung überlege, die Kohleregion Ibbenbüren noch nachträglich in den Prozess einzubeziehen oder einen separaten Prozess für die Kohleregion Ibbenbüren anzustoßen. Auch bat Sundermann um Auskunft, welche Landesmittel für den angekündigten und geplanten Prozess für das Ruhrgebiet eingesetzt werden sollen. „Genauso möchte ich natürlich wissen, welche Mittel zur Begleitung und Unterstützung des Strukturwandels in der Region Ibbenbüren aufgewendet werden sollen“, sagte Sundermann.

 

Pressemitteilung als PDF: PM Kohleregion Ibbenbüren_KA