Vorreiter: Pilotanlage zur Reinigung von Grubenwasser in Ibbenbüren

Frank Sundermann (SPD): „Legt die Landesregierung die Priorität auf eine schnelle Verbindung des neuen RXX oder auf eine weiterhin garantierte halbstündliche Anbindung aller bisher angefahrenen Haltestellen der RB 66?“ Bild: Büro Sundermann

 

Bergwerk Ibbenbüren könnte zum Vorreiter werden

Das Bergwerk Ibbenbüren schließt Ende 2018 – und könnte dennoch zum Vorreiter werden. Denn die RAG möchte an zwei Standorten – in den Bergwerken Ibbenbüren und Haus Aden – mögliche Aufbereitungsverfahren zum Reinigen des Grubenwassers von giftigen PCB testen. Frank Sundermann (SPD), hiesiger Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Unterausschusses Bergbausicherheit, begrüßt die Entscheidung der RAG, in Ibbenbüren ein Reinigungsverfahren zu testen.

 

„Das Ende des Bergbaus so sicher für die Umwelt wie möglich gestalten“

Es wurde am vergangenen Freitag im Unterausschuss in Düsseldorf vorgestellt. „Es freut mich sehr, dass die RAG Ibbenbüren als Standort für eine Pilotanlage ausgewählt hat. Schließlich geht es darum, das Ende des Bergbaus so verträglich und sicher für die Umwelt wie möglich zu gestalten und jeglichem Risiko vorzubeugen“, sagte Sundermann. „Außerdem trägt das Bergwerk Ibbenbüren damit einmal mehr zum technischen Know-how bei und bringt einen wichtigen wissenschaftlichen Mehrwert hervor.“

 

Gegen jegliches Risiko vorsorgen

Bei der Reinigung des Grubenwassers der stillgelegten Schächte geht es um PCB – Polychlorierte Biphenyle, die unter anderem in Transformatoren und in Hydraulikanlagen als Hydraulikflüssigkeit verwendet wurden. „Die RAG hat sich dazu bereit erklärt, zwei Pilotanlagen zur Reinigung der partikulär gebundenen PCB zu entwickeln und zu installieren, um gegen jegliches Risiko vorzusorgen.“

 

Labor- und halbtechnische Pilotversuche über Tage

Die Aufbereitungsverfahren sollen in Form von Labor- und halbtechnischen Pilotversuchen über Tage getestet werden, um den Anteil von PCB zu verringern. Hierzu hat die RAG Ingenieurbüros beauftragt, die das Verfahren fachlich aufarbeiten. Sowohl die Planung als auch die einzelnen Verfahrensschritte werden mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) und dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) abgestimmt. Die Pilotanlage in Ibbenbüren soll bis Ende 2018 in Betrieb genommen werden.

 

Pressemitteilung als PDF: PM_PCB_Grubenwasser-Reinigung