„Heute schon an morgen denken“: NRW-Justizminister Kutschaty informiert über Vorsorge

Justizminister Thomas Kutschaty (l.) wird am 3. Februar auf Einladung von Frank Sundermann die unterschiedlichen Möglichkeiten der Vorsorge im Krankheitsfall oder bei hohem Alter erläutern.

In der Regel möchte jeder Mensch selbst bestimmen, was im „Falle eines Falles“ passiert. „Aus rechtlicher Sicht gibt es dabei jedoch einige Hürden“, stellt der Landtagsabgeordnete Frank Sundermann in seiner Einladung zu einem Informationstreffen mit dem Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Thomas Kutschaty, in Ibbenbüren fest. „Prinzipiell hat jeder das Recht, in persönlichen Angelegenheiten für den Fall der Geschäfts- oder Einwilligungsunfähigkeit infolge von Krankheit oder hohen Alters vorzusorgen. Eine schriftliche Willenserklärung reicht dafür jedoch nicht aus“, sagt Sundermann.

Vortrag über Vorsorgemöglichkeiten bei Krankheit und Alter

Kutschaty wird am 3. Februar in der Familienbildungsstätte Ibbenbüren zum Thema „Heute schon an morgen denken“ verschiedene Möglichkeiten der Vorsorge, wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung erläutern.

„Auch für junge Leute ist Vorsorge ein wichtiges Thema“

„Auch für junge Leute ist es wichtig, sich über Vorsorge Gedanken zu machen“, betont Wolfgang Wiggers. Das Thema werde weiter an Bedeutung gewinnen, so der Leiter der Familienbildungsstätte Ibbenbüren. Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Vorausverfügung einer Person für den Fall, dass sie ihren Willen nicht mehr wirksam erklären kann. Sie bezieht sich auf medizinische Behandlungen und steht meist im Zusammenhang mit lebensverlängernden Maßnahmen.

Anschließend Gespräch mit Minister Kutschaty

Eine Vorsorgevollmacht bevollmächtigt hingegen in einer Notsituation eine Person, alle oder bestimmte Aufgaben für den Betroffenen zu erledigen. Mittels der Betreuungsverfügung kann man beispielsweise bestimmen, wer zum Betreuer bestellt werden soll und wer nicht oder wo der Wohnsitz des Betreuten sein soll. Wie diese Dokumente abgefasst sein müssen und was sonst noch zu beachten ist, kann zudem in anschließenden Gesprächen mit dem Minister geklärt werden.

Kostenlose Teilnahme – Anmeldung erforderlich

Die Veranstaltung wird kostenfrei angeboten. Sie findet auf Initiative des Landtagsabgeordneten Frank Sundermann statt. Beginn ist am

3. Februar 2017 um 17.00 Uhr
im Saal der Familienbildungsstätte,
Klosterstraße 21, 49477 Ibbenbüren.

Anmeldung ist erforderlich unter ulla.kropf@nulllandtag.nrw.de oder in-fo@nullfabi-ibbenbueren.de. Nähere Auskünfte auch unter Telefon 05451-9644-0 oder per E-Mail unter info@nullfabi-ibbenbueren.de.