Einzelhandel fit für die Zukunft machen: Online und Offline zusammendenken

Der Landtagsabgeordnete Frank Sundermann (l.) und NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin freuen sich über die Förderung zur Unterstützung des Ibbenbürener Einzelhandels.

Die Menschen kaufen immer häufiger im Internet ein und der Einzelhandel erlebt einen erheblichen Umbruch. So ist laut Statistischem Bundesamt der Anteil an Online-Einkäufen von Internetnutzern in den vergangenen zehn Jahren von 52 Prozent auf zwei Drittel der Einkäufe angestiegen. Zur Stärkung des Einzelhandels hatte deshalb die rot-grüne Landesregierung den Projektaufruf „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ mit einem Gesamtvolumen von 2,5 Millionen Euro gestartet. Das Land beteiligt sich mit mehr als einer Million Euro. Und die Stadt Ibbenbüren ist neben neun weiteren Kommunen von dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsminister Garrelt Duin ausgewählt worden.

„Tecklenburger Land profitiert von Landespolitik in Düsseldorf“

Darüber freut sich auch der örtliche Landtagsabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Frank Sundermann: „Ein zukunftsfähiger Einzelhandel, attraktive Innenstädte und ländliche Regionen gehören im digitalen Zeitalter zusammen. Wir setzen uns in Düsseldorf für innovative Entwicklungen ein, wovon auch die Städte im Tecklenburger Land durch Fördermittel profitieren.“

Händler für online-affine Kunden sensibilisieren – Attraktivität der Innenstadt steigern

Entwickelt hatte das Konzept ein Projektteam aus Vertretern der Stadt, der Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH und dem Medienhaus IVD. Die Wahl sei laut Wirtschaftsministerium auf Ibbenbüren gefallen, weil die Stadtmarketing GmbH Händler für online-affine Kunden sensibilisiert und sie bei der Einführung eigener Angebote und Lieferdienste auf einem bestehenden lokalen online-Marktplatz unterstützt. Begleitmaßnahmen sollen die Attraktivität und Funktionalität der Innenstadt und der Zentren in den Ortsteilen steigern.

Schrameyer: „Wir sind stolz, mit unserem Konzept gewonnen zu haben“

„Wir sind natürlich sehr stolz darüber, dass wir mit unserem Konzept gewonnen haben. Der Antrag befasst sich vom Kern her mir der Frage, wie man die notwendigen Voraussetzungen schafft, um überhaupt onlinegestützten Handel zu ermöglichen und welche Vorteile daraus für den Kunden im lokalen Handel entstehen können. So haben wir in Ibbenbüren etwa noch viele Firmen und Händler, die gänzlich ohne Warenwirtschaftssystem auskommen“, erklärt Ibbenbürens Bürgermeister Marc Schrameyer. Auch Sundermann betont, dass die digitale Transformation und sich ändernde Kundenwünsche neue Geschäftsmodelle und Konzepte erfordern.

Landesregierung will Potenzial der Handelsbranche optimal ausschöpfen

Mit dem Projekt „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken – Innerstädtische Quartiere und ländliche Räume brauchen Vielfalt und Versorgungssicherheit“ will die Landesregierung das Potenzial der Handelsbranche in einer zunehmend digitalen Gesellschaft optimal ausschöpfen. „Auch die Attraktivität der Innenstädte und ländlichen Regionen soll unterstützt werden“, sagt Sundermann. Um den Einzelhandel zukunftsfähig zu machen, gelte es, die Stärken von Online- und Offlinehandel zu verbinden: den Komfort des Online-Shoppings und den Beratungsservice vor Ort.

Projektstart voraussichtlich ab Juni 2017

Erste Bewilligungen und der Projektstart erfolgen voraussichtlich ab Juni 2017. Die Projekte wählte ein Expertengremium aus Wissenschaft und Wirtschaft aus, in dem u.a. der Handelsverband NRW, die Industrie- und Handelskammer NRW und kommunale Spitzenverbände vertreten waren.