Landtagswahl: Frank Sundermann tritt erneut im Tecklenburger Land an

Freuen sich mit Frank Sundermann (2.v.r.) über das ausgezeichnete Ergebnis bei der Nominierung: Elisabeth Schrameyer (r., stellvtr. Kreisvorsitzende), Björn Schilling (m., Lengerich), Stefan Streit (2.v.l.) und Karsten Huneke (l.).

Klare Sache im Tecklenburger Land: Frank Sundermann ist erneut der Kandidat der SPD bei der Landtagswahl im nächsten Jahr. „Ich will wieder das Direktmandat holen“, sagte Sundermann nach seiner Nominierung am Donnerstagabend in Lengerich.

Zufriedene Mitglieder – klares Ergebnis: 93,3 Prozent

Der Westerkappelner sitzt seit 2010 für die SPD im Düsseldorfer Landtag. Bei der letzten Wahl hat er den Landtagswahlkreis Steinfurt III mit klarer Mehrheit direkt gewonnen. Und die Mitglieder sind ganz offenkundig zufrieden mit der Arbeit, die Sundermann in Düsseldorf leistet. Das zeigte der Nominierungsabend in Lengerich eindrucksvoll: Der 50-Jährige erhielt 93,3 Prozent aller Delegiertenstimmen, einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Schilling: „Am 14. Mai 2017 ist Landtagswahl, es wird langsam ernst jetzt.“

Dass es ein rundum gelungener Abend werden würde, zeichnete sich schon bei der Begrüßung durch die stellvertretende Kreisvorsitzende Elisabeth Schrameyer ab. Sie hieß die Delegierten gut gelaunt in der Gaststätte „Centralhof“ willkommen und verbreitete viel Zuversicht. Schrameyer vertrat den Kreisvorsitzenden Jürgen Coße, der an diesem Abend in Berlin wichtige Termine hatte.
Unter der Versammlungsleitung von Björn Schilling (Lengerich) wurde dann nicht lange gefackelt, denn: „Am 14. Mai 2017 ist Landtagswahl, es wird langsam ernst jetzt“, so Schilling.

Sundermann zuversichtlich: „SPD kann stolz sein“

Sundermann zeigte sich in seiner Vorstellungsrede gelassen und zuversichtlich. „Wir als SPD können stolz darauf sein, was wir in den letzten Jahren für die Menschen in Nordrhein-Westfalen und im Tecklenburger Land sowie für die Kommunen geschaffen haben“, sagte er. Er nannte zahlreiche Politikfelder, auf denen Erfolge erzielt worden seien. „Erfolge, die es mit einer schwarz-gelben Regierung in Düsseldorf nicht gegeben hätte!“

Bessere Schulen im Tecklenburger Land

Im Tecklenburger Land hätte zum Beispiel ohne Regierungsbeteiligung der SPD „kein Kind eine Chance auf längeres gemeinsames Lernen gehabt“, so Sundermann. Als Stichwort nannte er unter anderem den Schulzweckverband von Lotte und Westerkappeln. Auch dass sich in Ibbenbüren eine erste Schule für längeres gemeinsames Lernen bilden konnte und dass sich Lengerich, Tecklenburg und Lienen in dieser Hinsicht gemeinsam auf den Weg machen konnten, sei erst durch die SPD möglich geworden.

Energie-Gewinne in Bürgerhand statt bei „den Großen“

In der Energiepolitik habe die SPD dafür gesorgt, dass die Gewinne „nicht weiter bei den Großen landen, sondern auch an die Menschen vor Ort gehen.“ Die Stadtwerke Tecklenburger Land nannte Sundermann hier als Beispiel.

Mehr Geld für touristische Projekte im Tecklenburger Land

Auch habe die SPD konsequent und erfolgreich Mittel aus dem Leader-Programm in das Tecklenburger Land geholt: „Projekte wie die gallischen Dörfer in Dörenthe und Halverde, die Aktivierung der Wochenmärkte für Leeden und andere touristische Aktivitäten wären sonst nicht möglich gewesen.“ Und das sei erst der Anfang: „Wir wollen noch deutlich mehr Geld aus diesem Programm in unsere Region holen, und das ist auch möglich.“

Bilanz: 7000 Menschen Arbeit und Würde gegeben

In seiner Bilanz der SPD-Regierungszeit ging Sundermann auch auf die Wirtschafts- und Arbeitspolitik ein. So sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Menschen in NRW von 2010 auf 2016 um 650.000 Personen gestiegen. „Im Tecklenburger Land waren es in dieser Zeit alleine 7000 Menschen, die wieder Arbeit und damit auch ihre Würde wiederbekommen haben.“
Sundermann, der in Düsseldorf wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion ist, sprach in Lengerich natürlich auch den Strukturwandel durch die bevorstehende Schließung der Zeche in Ibbenbüren an. Er verbreitete Optimismus. „Wir können Strukturwandel in NRW“, sagte er unter dem Beifall der Mitglieder.

Zeche Ibbenbüren: SPD hat Geld für Strukturwandel in Haushalt eingestellt

Der Prozess des Strukturwandels für Ibbenbüren stehe zu Recht unter dem Stichwort „Gute Aussichten“. Sundermann: „Wir haben dafür Geld in den Haushalt eingestellt, die zweite Tranche fließt in diesem Jahr.“ Zusätzliche Flächen (75 Hektar) seien im Regionalplan ausgewiesen, Ideen für die Umgestaltung gebe es auch. Ganz wichtig für Sundermann: „Wir brauchen eine gute Infrastruktur. Ohne eine Autobahnanbindung kann es keine Entwicklung auf dem alten Zechengelände geben. Für mich hat deshalb der Bau dieser Anbindung oberste Priorität!“

Für eine offene und tolerante Gesellschaft – kulturelle Bereicherung

Neben weiteren Politikfeldern ging Sundermann am Donnerstagabend auch auf die Flüchtlingspolitik ein. „Die Integration der vielen Menschen, die zu uns geflohen sind, wir nicht ohne Schwierigkeiten ablaufen. Es wird immer wieder Herausforderungen geben. Aber: Man sollte auch die Chancen sehen. Nicht nur, weil uns Facharbeiter fehlen. Es geht auch um kulturelle Bereicherung und um die Weiterentwicklung einer offenen und toleranten Gesellschaft.“
Sundermann sagte zudem mit Blick auf die AfD: „Die rechten Krakeeler gegen eine offene, tolerante und bunte Gesellschaft wollen uns vormachen, sie seien eine Alternative für Deutschland. Ich sage dazu: Wir müssen uns dem entgegenstellen. Selten war es deshalb wichtiger, eine starke SPD zu haben.“

Aufforderung, für eine starke SPD zu kämpfen – gegen rechte Krakeeler

Für diese starke SPD zu kämpfen – dazu forderte Sundermann die SPD-Mitglieder nach seiner Nominierung auf: „Wir brauchen eure Stimme. In den Diskussionen vor Ort, an den Haustüren. Es geht in den nächsten acht Monaten darum, zu zeigen, was wir für die Region geschaffen haben und was wir noch tun wollen. Und darum, dass Hannelore Kraft unsere Ministerpräsident bleibt“, appellierte er an den Einsatzwillen der SPD-Basis. Geht es nach dem Applaus an diesem Abend in Lengerich, dürfte es an Willen nicht fehlen.