Frank Sundermann: „Elektromobilität muss in die Fläche – Infrastruktur wichtiger als Kaufprämien“

Sundermann: "Der von uns beantragte Bericht der Landesregierung zur Frage, wie sich Nordrhein-Westfalen zur auf Bundesebene geplanten Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ positioniert, lässt nur ein Fazit zu: keine Ahnung, kein Konzept, kein Ziel."

Anlässlich der Debatte über Elektromobilität im nordrhein-westfälischen Landtag sagt Frank Sundermann, energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag: „Der Verkehrssektor verursacht immerhin 18 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen. Wenn zukünftig ein Grenzwert von 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer für neu zugelassene Personenwagen gelten soll, dann muss sich vor allem bei der Antriebstechnik etwas tun. Bisher gibt es lediglich 23.500 zugelassene Elektroautos in Deutschland, inklusive ,Plug-in-Antriebe‘. Wenn das politische Ziel, eine Million Elektroautos bis 2020 auf deutschen Straßen, erreicht werden soll, dann besteht sicher Handlungsbedarf.

Bester Kaufanreiz: Verlässliche Infrastruktur zum Aufladen

Der beste Kaufanreiz ist aus unserer Sicht eine verlässliche Ladeinfrastruktur. Sie stellt sicher, dass die Fahrerinnen und Fahrer auch bei niedrigeren Reichweiten der Elektroautos stets ans Ziel kommen. Eine Verbesserung der Energiespeicher im Auto – egal ob Batterie oder Wasserstoff – erhöht ebenfalls die Wirtschaftlichkeit und die Reichweiten.

Landesregierung will Elektroautos fördern: Master- und Klimaschutzplan

Hier bieten sich Chancen für den Industriestandort NRW. Mit dem Masterplan Elektromobilität und dem jüngst beschlossenen Klimaschutzplan hat die Landesregierung die Richtung klar gemacht: Wir wollen mehr bewegen. Mit Strom.“