Fördergelder des Landes für Schulsozialarbeit im Kreis Steinfurt stark nachgefragt

„Das Engagement bei der Schulsozialarbeit ist im Kreis Steinfurt sehr groß“, sagt der Landtagsabgeordnete Frank Sundermann (SPD).

Kreis Steinfurt. „Das Engagement bei der Schulsozialarbeit ist im Kreis Steinfurt sehr groß“, sagt der Landtagsabgeordnete Frank Sundermann (SPD). Das werde daran deutlich, dass mit 99 Prozent bereits nahezu das gesamte von der nordrhein-westfälischen Landesregierung zur Förderung der sozialen Arbeit an den Schulen zur Verfügung gestellte Geld abgerufen worden sei. Für den Kreis Steinfurt gibt das Land 2016 rund 317.000 Euro an Fördermitteln, 2017 werden es dann nochmals über 317.000 Euro sein. Sundermann „Das ist eine sehr gute Nachricht und zeigt, dass sich das Engagement von Land und Kommunen bei der Schulsozialarbeit zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt hat, von der alle profitieren.“

47,7 Millionen Euro investiert die nordrhein-westfälische Landesregierung jeweils 2016 und 2017 für die Förderung der sozialen Arbeit an den Schulen in Nordrhein-Westfalen. Rechnet man den Anteil dazu, den die Kommunen beitragen, sind es insgesamt rund 67 Millionen Euro für 2016 und 2017.

Mit dem Fördergeld werden Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter beschäftigt, um Kindern und Jugendlichen aus finanziell benachteiligten Familien die Chance auf Teilhabe zu erhalten. Damit wird im Sinne von „Kein Kind zurücklassen“ ein Beitrag dazu geleistet, Bildungsarmut und soziale Ausgrenzung zu vermeiden. Die sogenannten Bildungs- und Teilhabeberaterinnen und -berater sollen helfen, dass die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaktes des Bundes bei den Kindern und Jugendlichen ankommen, die hierauf angewiesen sind. Dazu gehören unter anderem Zuschüsse zur Gemeinschaftsverpflegung, für Nachhilfeunterricht oder Klassenfahrten.

„Wir sind aber nach wie vor der Ansicht, dass hier der Bund bei der Finanzierung in der Pflicht ist. Dieser hatte sich jedoch 2015 aus der Förderung zurückgezogen. Deshalb ist die Landesregierung bis 2017 eingesprungen, um die Weiterfinanzierung der Schulsozialarbeit im Sinne des Bildungs- und Teilhabepaketes zu ermöglichen. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass diese Aufgabe wieder in das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes aufgenommen wird“, sagt Sundermann.