Maurice Herrmann aus Westerkappeln beim 6. NRW-Jugendlandtag

Überrascht hat ihn das stramme Programm des dreitägigen Jugendlandtages. Kurz nach der Ankunft am Donnerstagmittag gleich die Begrüßung durch die Landtagspräsidentin Carina Gödecke und das speed-dating zum Kennenlernen der anderen Teilnehmer. Danach wurden, aufgeteilt in Fraktionen, Anträge diskutiert, Experten angehört und schließlich Entscheidungen im Plenum gefällt. So ging es bis zum Samstagmittag, alles nur kurz unterbrochen von den Mahlzeiten.
Maurice Herrmann, Schüler des Krüger-Wirtschaftsgymnasiums in Wersen, war der Einladung des hiesigen SPD-Landtagsabgeordneten Frank Sundermann zur Teilnahme am diesjährigen Jugend-Landtag Nordrhein-Westfalen gerne gefolgt.
Ein wenig politische Luft geschnuppert hatte der 18jährige bereits bei den vergangenen Kommunalwahlen, als er seine Mutter bei ihrer Kandidatur für den Westerkappelner Gemeinderat unterstützte. Nun wollte er die Parlamentsarbeit in Düsseldorf kennenlernen. Gehofft hatte er, sich mit dem Thema „gewaltloses Miteinander“ auseinandersetzen zu können, zugeordnet wurde er dann doch der Arbeitsgruppe, die sich mit einem Antrag zu Einführung der Kindergartenpflicht beschäftigte. Gefallen haben ihm die Diskussionen mit den anderen Teilnehmern und das Treffen mit den „richtigen“ Abgeordneten am Freitag aber allemal, auch wenn es „sehr anstrengend“ war. Für Maurice Herrmann, der den Düsseldorfer Landtag und die Arbeit der Parlamentarier bisher nicht kannte, haben sich die drei Tage in der Landeshauptstadt jedenfalls gelohnt.
Das ist eine Erfahrung, die Frank Sundermann in den vergangenen Jahren, in denen er die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus seinem Wahlkreis betreut, immer wieder macht: „Alle sind sie mit einem guten Gefühl aus Düsseldorf zurückgekommen. Gestöhnt wurde zwar über die Intensität des Programms. Doch letztlich waren es die guten Diskussionen, der tiefe Einblick in die Arbeit der Abgeordneten und der Austausch nach den Sitzungen, die insgesamt zu einem positiven Urteil führten“, unterstreicht der Abgeordnete die Vorteile dieses kleinen jugendpolitischen Bildungsprogramms.