„EU-Agrar-Gelder stärker für die Entwicklung des ländlichen Raums nutzen“

„In Brüssel geht es zurzeit um die Zukunft der Agrarpolitik und eine bessere Politik für den
ländlichen Raum. Die Bundesregierung muss in diesem Prozess dafür sorgen, dass die bisherigen Direktzahlungen an Landwirte verstärkt für eine nachhaltige Entwicklung der ländlichen Räume genutzt werden können. Die Regierungschefs und
Landwirtschaftsminister der EU haben sich bereits dafür ausgesprochen, 15 Prozent der Direktzah-lungen für Landwirte für die Entwicklung des ländlichen Raums zu nutzen. Nun muss die Bundes-regierung dies in den Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament weiter absichern und ent-sprechende Schritte für Deutschland einleiten. Umgewandelte EU-Direktmittel müssten nicht von Bund oder Land kofinanziert werden. Nach dem derzeitigen Stand der Verhandlungen würden für NRW durch eine Umwandlung ab 2014 jährlich rund 70 Millionen Euro zusätzlich für die ländliche Entwicklung zur Verfügung stehen. Dies bietet eine Chance, in unseren ländlichen Räumen neue und
wichtige Impulse zu geben. Mit diesen Mitteln kann eine breitere Palette an wirtschaftlichen und sozialen Maßnahmen gefördert werden – in Bereichen wie Regionalvermarktung, Handwerk, Tourismus oder auch Gesundheitswesen und öffentlicher Nahverkehr.“