ZVM Geschäftsführer empfiehlt erneute Potenzialanalyse

Westerkappeln/Rheine. Vorsichtiger Optimismus machte sich breit nach dem Gespräch, das die Westerkappelner SPD-Fraktion unter Leitung von Fraktionschef Frank Sundermann jetzt mit ZVM-Geschäftsführer Michael Geuckler in Rheine führte. Die Sozialdemokraten wollten wissen, wie es um die Chancen einer Reaktivierung des Velper Bahnhofs steht.
Das Treffen hatte Friedrich Paulsen, SPD-Mitglied im Regionalplanungsrat der Bezirksregierung Münster, vermittelt.
Zur Erinnerung: Bereits im April 2003 stellte die SPD im Westerkappelner Rat einen Antrag auf Wiederbelebung des Bahnhofs. Im gleichen Jahr wurde eine Bedarfsermittlung in der Velper Bevölkerung durchgeführt, die das große Interesse der Bürgerschaft an einem Haltepunkte in dem Westerkappelner Vorort verdeutlichte. Seitdem gab es immer wieder Vorstöße auf verschiedenen Ebenen.
Dabei geht es eigentlich nur um zwei Minuten, die die Bahn für einen Stopp in Velpe einplanen müsste. Zwei Minuten allerdings, die es in sich haben, da sie anscheinend in einem so hoch komplizierten Konstrukt wie einem Fahrplan mit seinen eng getackteten Verbindungen und Anschlüssen nicht so leicht unterzubringen sind.
Eine Lösung, so die Hoffnung der Sozialdemokraten, zeichnet sich jetzt mit dem Umbau und der Erweiterung des Bahnhofes in Rheine ab. „Ich bin mir sicher“, meinte Fraktionsmitglied Dieter Mittelberg, „dass hier die benötigten zwei Minuten reingeholt werden können.“ Dem mochte auch ZVM-Geschäftsführer Michael Geuckler nicht widersprechen. Er verwies zudem darauf, dass in 2013 die nächsten Wettbewerbsausschreibungen anstehen, deren Ergebnisse Einfluss auf die Fahrplanregelungen hätten.
Geuckler riet aber auch dazu, nochmals eine Potenzialanalyse durchzuführen, um die Bedarfszahlen vor Ort in Velpe auf den neuesten Stand zu bringen. Hier allerdings sehen sich die Sozialdemokraten auf der sicheren Seite, denn in den letzten Jahren hat sich einiges getan bei der Neuausweisung von Wohngebieten und Firmenansiedlungen. „Seit unserer Frageaktion in 2003 ist die Einwohnerzahl im Süden der Gemeinde deutlich gestiegen. Gleiches gilt für die Zahl der Arbeitnehmer, die durch die Ansiedlung neuer Betriebe hinzugekommen sind“, hob Frank Sundermann hervor. Eine Bahnanbindung an Osnabrück und Ibbenbüren werde also immer dringlicher, um die Versorgungssituation zu verbessern und Schülern wie Berufstätigen das Erreichen ihrer Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu erleichtern.
In dieser Einschätzung war er sich einig mit Michael Geuckler, der in Velpe „einen der wenigen Haltpunkte sieht, die wir noch realisieren können.“