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RAG-Ausbildungszentrum in Ibbenbüren zukunftsfest machenFrank Sundermann organisiert Treffen mit Wirtschaftsminister Voigtsberger
Ibbenbüren. Mit einer „ dualen Ausbildung aus einer Hand“ wirbt ein Flyer des Ausbildungszentrums der RAG Anthrazit Ibbenbüren für seine enge Verzahnung betrieblicher und schulischer Ausbildung. Und in der Tat, die räumliche Nähe und sehr enge organisatorische Vernetzung von Ausbildungsstätte und Berufsschule bieten ideale Voraussetzungen für Auszubildende des Ibbenbürener Bergwerks.
Davon konnte sich jetzt der heimische Landtagsabgeordnete Frank Sundermann, SPD, bei einem Besuch der des Ausbildungszentrums an der Osnabrücker Straße überzeugen. Begrüßt wurde der Abgeordnete von Arbeitsdirektor Jörg Buhren-Ortmann, Ausbildungsleiter Michael Brügge und dem Betriebsratsvorsitzenden Burkhard Bruns und seinem Stellvertreter Gert Grüter.
Mehr als 200 Jugendliche werden hier vorwiegend als Industriemechaniker und Elektroniker ausgebildet, wobei die Nachfrage jedes Jahr deutlich höher ist als die angebotenen Plätze. So bewirbt sich in diesem Jahr bereits eine Viel¬zahl junger Leute zwischen 17 und 25 Jahren auf lediglich 58 Ausbildungsplätze. „Überwiegend haben wir Schulabgänger mit Fachoberschulreife, aber wir legen Wert darauf, dass auch junge Leute mit schwächeren Abschlüssen eine Chance bekommen“, hob Michael Brügge hervor. Er wies dabei auf die exzellenten Er-gebnisse bei den Abschlussprüfungen hin: „Im Durchschnitt der letzten Jahre be¬stehen 98 Prozent unserer Auszubildenden nach einer 3 ½ Ausbildungszeit ihre Facharbeiterprüfung.“ Und die jungen Prüflinge sind nicht nur für das eigene Unternehmen interessant, ihre Qualifikationen als Industriemechaniker und Elektroniker für Betriebstechnik sind auch außerhalb des Bergbaus sehr gefragt.
An den hohen Abschlusszahlen und der Nachfrage aus der Region zeige sich, so Arbeitsdirektor Buhren-Ortmann, der hohe Qualitätsstandard der Ausbildung, der dem professionellen Lehrpersonal und den kurzen Wegen zwischen Schule und Betrieb zu verdanken sei.
Hinzu komme aber auch die gute Vernetzung mit anderen außerbetrieblichen und außerschulischen Einrichtungen, wie etwa der Volkshochschule Ibbenbüren, der Zeitarbeitsfirma „Start“ oder dem Verein Fachwerk e.V. Besonders dieser Verein der freien Jugendhilfe unterstütze das Ausbildungszentrum dabei, durch individu¬elle Förderung auch schwächeren Schülern einen guten Abschluss zu ermögli¬chen.
„Ein herber Verlust für die Region“, stellte Frank Sundermann fest, „wenn diese erfolgreiche Bildungseinrichtung aufgrund des Auslaufens der Kohlesubvention seine Pforten schließen müsste.“ Er habe deshalb mit dem Wirtschaftsminister von NRW, Harry K. Voigtsberger, abgesprochen, in einer größeren Expertenrunde einmal die Chancen auszuloten, den sich abzeichnenden Strukturwandel dieser Bergbauregion erfolgreich zu organisieren. Da werde sicher auch nach Mitteln und Wegen gesucht werden, das Ausbildungszentrum zukunftsfest zu machen.
Diese Runde wird sich nun am 15. Februar um 19 Uhr im Ausbildungszentrum treffen.

